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08-12-2005 Weltraum
Russland bietet Europa Beteiligung am Clipper-Projekt an
Am Freitag finden in Moskau Verhandlungen des Leiters der Russischen Föderalen Weltraumagentur (Roskosmos), Anatoli Perminow, mit dem Generaldirektor der Europäischen Weltraumbehörde (ESA), Jean-Jacques Dordain, statt.

"Die Tagesordnung beinhaltet die Erörterung der Ergebnisse der Sitzung des ESA-Rates auf Ministerebene am 5.-6. Dezember, in der die Möglichkeit der Teilnahme Europas am russischen Projekt zum Bau des neuen Weltraumschiffes Clipper behandelt wurde", teilte der offizielle Vertreter von Roskosmos Wjatscheslaw Dawidenko der RIA Nowosti am Donnerstag mit.



Ihm zufolge werden die Seiten in den Verhandlungen auch die Zusammenarbeit zwischen Roskosmos und ESA im Rahmen des Programms für Starts von russischen Sojus-Raumschiffen vom Raketenstartgelände Kourou in Französisch-Guayana sowie künftige Trägerraketen und die Situation auf dem Gebiet von Satellitenverbindung und Navigation besprechen.

Wie Anatoli Perminow am Vortag mitteilte, gebe es nach inoffiziellen Angaben vorläufig weder eine Entscheidung "dafür" noch eine Entscheidung "dagegen". Und das sei das Wichtigste.

Zugleich betonte Perminow, dass sich der mögliche Verzicht Europas auf die Teilnahme am Programm zum Bau des Raumschiffes Clipper auf die Entwicklungszeit auswirken werde. "Wenn aber Europa verzichtet, so gibt es auch andere Länder, die an der Umsetzung dieses Projektes interessiert sind", fügte der Chef von Roskosmos hinzu.

Außerdem hat Roskosmos die Absicht, zwischen den russischen Raumfahrtunternehmen eine interne Ausschreibung für den Bau des bemannten Raumschiffes durchzuführen.

Perminow präzisierte nicht, welche konkreten Unternehmen außer der kosmischen Raketenkorporation Energija an der Ausschreibung teilnehmen werden. (RIA)