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06-02-2006 Weltraum
Ausschreibungsergebnisse für russische Raumfähre bisher unbefriedigend
Die Russische Föderale Weltraumagentur (Roskosmos) hatte eine Ausschreibung zur Entwicklung eines neuen wieder verwendbaren Raumschiffes durchgeführt. Aber keine der im Rahmen der Ausschreibung eingegangenen Bewerbungen entspricht den gestellten Forderungen.

Das teilte der offizielle Vertreter von Roskosmos, Wjatscheslaw Dawidenko, der RIA Novosti mit.

Ihm zufolge fand am Freitag in Moskau eine Sitzung der Kommission für die Durchführung der geschlossenen Ausschreibung für die Entwicklung eines wieder verwendbaren bemannten Raumschiffes einer neuen Generation für die transporttechnische Bedienung von bemannten Orbitalstationen, künftigen bemannten Weltraumkomplexen und anderen Objekten einer erdnahen Orbitalgruppierung statt.

"Nach der Prüfung der Unterlagen, die die Teilnehmer der Ausschreibung eingereicht hatten, gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass keine Bewerbung in vollem Maße den Ausschreibungsunterlagen im Teil der technisch-ökonomischen Realisierbarkeit des Projektes in den festgelegten Fristen und der Flugsicherheit entspricht", sagte Dawidenko.

"In Übereinstimmung mit der geltenden Gesetzgebung forderte die Kommission von den Teilnehmern der Ausschreibung, zusätzliche Begründungen der technischen Projektlösungen vorzulegen", fügte er hinzu.

Die Ausschreibung für die Entwicklung der Raumfähre hatte Roskosmos am 18. Januar bekannt gegeben. Daran beteiligten sich die OAO Forschungs- und Produktionsvereinigung Molnija (Moskau), das Chrunitschew-Zentrum (Moskau) und die OAO Kosmische Raketenkorporation Energie (Stadt Koroljow bei Moskau).

Wie Roskosmos-Chef Anatoli Perminow zuvor mitteilte, wird zurzeit eine geschlossene Ausschreibung unter russischen Unternehmen für den Bau des neuen Raumschiffes Clipper vorbereitet. "Wir sind beim Clipper-Projekt auch zur Zusammenarbeit mit dem Ausland bereit", sagte Perminow damals.(RIA)