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12-04-2006 Weltraum
Pontes verließ sich bei Raumflug auf Juri Gagarin
Der erste Brasilianer im All, Marcos Pontes, hat sich bei seinem erfolgreichen Debütflug zur Internationalen Raumstation ISS nicht nur auf moderne Technik verlassen - sondern auch auf Juri Gagarin. Vor dem Abflug habe er auf dem Roten Platz in Moskau ein T-Shirt mit dem Porträt des russischen Kosmonauten gekauft, verriet Pontes am Dienstag.

"Es hat mir Glück gebracht." Auch in der Raumstation habe es ein Bild des ersten Menschen im All gegeben: "Gagarin schaute uns an und brachte uns Glück", ist sich Pontes sicher. Möglicherweise war es aber gar nicht Gagarin, sondern ein von dem orthodoxen Patriarchen Alexis II. gestiftetes Kreuz, dass Pontes und seinen beiden Kollegen in der ISS, William MacArthur und Waleri Tokarew, am Sonntag heil nach Hause brachte. "Man kann sagen, dass unsere Station gesegnet war", erklärte Tokarew.

Anlass zu Aberglauben gab es nach Pontes Angaben genug: "Unsere Expedition trug die Nummer 13 und außerdem gab es eine Sonnenfinsternis einen Tag vor unserem Abflug." Pontes war am Sonntag mit der Langzeitbesatzung der ISS auf die Erde zurückgekehrt. Der erste Brasilianer im All war am 30. März mit der ISS-Nachfolgebesatzung, dem Russen Pawel Winogradow und dem US-Astronauten Jeffrey Williams, von Baikonur aus zu seinem ersten Raumflug gestartet. MacArthur und Tokarew hatten insgesamt 189 Tage an Bord der ISS verbracht.