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18-05-2006 Weltraum
Russland: Wer bringt den Raketen-Bahnhof zum Äquator?
Ende des Monats wird bekannt gegeben, wer die Elemente für eine neue Startrampe zum Äquator-Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana bringen wird.

Zuvor hatten sich drei Moskauer Firmen aufgrund einer Ausschreibung darum beworben, für die Teile des Starttisches für Trägerraketen Sojus-ST und später auch für die Teile der Trägerraketen selbst ein Transportauftrag zu erhalten.

Dazu erläuterte Alexander Kirilin, Generaldirektor des Konstruktionsbüros Progress in der Wolgastadt Samara, in einem RIA-Novosti-Interview, dass es sich um eine staatliche und zwei Privatfirmen handelt, ohne die Firmen konkret zu nennen.

"Nur soviel: Diese Firmen verfügen über die entsprechenden Lizenzen und ausreichende Erfahrungen beim Transport von komplizierten und großdimensionalen Konstruktionen in die USA und nach Europa", sagte Kirilin

Ihm zufolge soll die Russische Föderale Raumfahrtagentur (Roskosmos) als Leitunternehmen in der nächsten Zeit die Entscheidung bekannt geben.

Die Konstruktionselemente der Bodeninfrastruktur für den künftigen russischen Startplatz am Äquator werden, so Kirilin, von verschiedenen Roskosmos-Betrieben nach Wyborg, eine Stadt in der Nähe von Sankt Petersburg, gebracht. Von dort aus geht es mit Spezialschiffen weiter nach Französisch-Guayana zur Endmontage.

Entsprechend den Bedingungen der Ausschreibung sollen die ersten Lieferungen Ende 2007 beginnen. Und 2008 wird die erste russische Trägerrakete Sojus-ST von der neuen Startrampe abheben. [ RIA Novosti ]