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22-08-2006 Weltraum
Japanischer Weltraumtourist darf nicht zur ISS starten
Enttäuschung für den japanischen Weltraumtouristen Daisuke Enomoto: Der 35-Jährige Internetunternehmer darf im kommenden Monat nicht mit einer russischen Sojus zur Internationalen Raumstation ISS starten. Enomoto habe die medizinischen Tests für den Raumflug nicht bestanden, erklärte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Montag.

Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass der Multimillionär nach "zusätzlichen Maßnahmen" später einmal als erster japanischer Weltraumtourist zur ISS fliegen dürfe. Eine Sonderkommission solle am Dienstag oder Mittwoch darüber entscheiden, wer an Enomotos Stelle im September als zahlender Gast zur ISS fliegen werde. Vermutlich werde die Wahl auf die US-Bürgerin Anoushe Ansari fallen, sagte Roskosmos-Sprecher Igor Panarin.

Enomoto sollte rund 20 Millionen Dollar (15,5 Millionen Euro) für die Reise ins All zahlen. Sollte Anoushe Ansari mit der Sojus starten, wäre sie die erste weibliche Weltraumtouristin. Die Chefin einer US-Telekomfirma war mit 17 Jahren aus dem Iran in die USA eingewandert.