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06-09-2007 Bücher
Politkowskajas Tagebuch – Chronik der politischen Agonie Russlands oder Kitsch?
Replik auf: Anna Politkowskaja: Russisches Tagebuch. Dumont 2007.

[von Marcus Lange]

Sonia Mikich u.a. ehemalige Leiterin des ARD-Studio Moskau schreibt in ihrem Vorwort: “Das Blut war kaum getrocknet, da beeilte sich Wladimir Putin, Präsident und oberster Kriegsherr Russlands, verbindlicher Alliierter des Westens und strategisch wichtiger Energieversorger, ”lupenreiner Demokrat” und ehemaliger KGB-Agent, die Rolle der Ermordeten kleinzureden.

Anna Politkowskajas politischer Einfluss sei “äußerst unbedeutend“ gewesen. Der Mord schade Russland viel mehr als ihre Veröffentlichungen.“ (ebd. 5)

Chronik „der innenpolitischen Agonie ihrer Heimat“ (ebd., 7) Aufzählung des „Who is who der Mächtigen“ (ebd., 7), „politisch-moralische Einordnung“ (ebd., 7) der Ereignisse: Politkowskaja dokumentiert das politische Geschehen in Russland zwischen dem Dezember 2003 bis zum September 2005. Dabei erwähnt Mikich noch Persönliches und eine Äquivokation: „Ich muss nur ihr Gesicht erinnern, scharfsinnig, klar, schön, bewusst. Sie lehrt bis weit in die Zukunft hinein: Russland ist nicht nur Beute einer zynischen Elite. Nicht nur eine von “Plünderern und Invaliden“ bevölkerte Gesellschaft. Russland ist auch eine Frau, die die Kommandozentralen herausforderte – so gut wie im Alleingang.“(ebd. 10)

Im Folgenden kommt es darauf an dem Gang des Textes zu folgen und dabei die These zu erhärten, dass gerade Politkowskajas Tagebuch den Kitsch als festen Bestandteil ihrer Reportagen einführte und so nicht nur durch Fakten oder Spekulationen Stimmungsmanagement betrieb, sondern allein schon durch die Form, die Art und Weise bzw. die Perspektivierungen und thematischen Selektionen der Schilderungen.

Russland - eine Junta?
Russland werde regiert von einer Partei, die kein Programm habe, deren einziges Ziel die Unterstützung Putins sei, eine Partei, die ehemalige sowjetische Partei- und Komsomolfunktionäre in den unzähligen Verwaltungsinstanzen des Staates beschäftige (vgl. ebd., 14), Präsidentschaftskandidaten verschwinden und tauchen wieder auf, wie Iwan Rybkin, der, so mutmaßt Politkowskaja, aufgrund seiner aufkeimenden Gefährlichkeit für den Kandidaten Putin entführt und mit psychotropen Mitteln zur Preisgabe belastenden Materials gezwungen worden sei. Handfesten Beweisen dafür aber bleibt sie wohlgemerkt schuldig (vgl. ebd. 122 – 126). Russland entwickele sich in Richtung eines Faschismus (vgl. ebd., 113), der mit dem Sieg Putins 2004 zur Lähmung und Agonie entwickelt habe: Für die Bevölkerung Russlands aber hat sich ein weiteres Mal der ewige Kreislauf vollendet: vom Aufflackern der Hoffnung hin zur völligen Gleichgültigkeit.“ (ebd., 147) Die demokratischen Alternativen gibt es nach Politkowskaja nicht mehr: „Das echte Mehrparteiensystem, dessen Unabdingbarkeit für Russland die Demokraten so oft und gern beschworen haben, für das sich Präsident Boris Jelzin seinerzeit persönlich stark gemacht hat, existiert nicht mehr. Die Zusammensetzung der Duma schließt politische Auseinandersetzungen aus.“ (ebd., S. 21) Und die Bürgerechtler? „Leidenschaft für die Sache sucht man bei den Granden der Bewegung vergeblich. Abgeklärt durch bittere Erfahrungen, verspüren sie wenig Neigung zu neuen Aufbrüchen. Nicht ale, aber doch die meisten.“ (ebd., S. 216)

Putin sei ein Präsident der Minderheit, der den Staat nach dem Schlachtplan der Antiterroroperation lenke: „L` état c`est Putin.“ (ebd., 147) Selbst Beslan, für Politkowskaja ein „Kataklysmus biblischen Ausmaßes“ (ebd., S. 151), vermochte es nicht (?) das Land wachzurütteln. (vgl. ebd., S. 151) Und Freiheit? Nach Politkowskaja ein Gespenst: „Wozu brauchten die neuen Privateigentümer noch einen Grigori Jawlinski? Oder Union der Rechten Kräfte? Freiheit hat bei uns – noch – nichts mit Parteien und Fraktionen zu tun. Für unsere Neureichen bedeutet Freiheit, es sich gut gehen zu lassen, zu verreisen. Je mehr Geld, umso bevorzugter nicht nach Antalya, sondern nach Tahiti oder Acapulco. Was wahre Freiheit ist, daran verschwenden die neuen Reichen keinen Gedanken.“ (Polotkowskaja 2007, S. 19)

Nach Politkowskaja basiert dieses Russland auf dem Aufbau einer so genannten Staatswirtschaft, die nicht dem Wohl des Volkes diene: „Tatsächlich aber handelt es sich um eine Bürokratenökonomie, dominiert von Staatsbeamten als alles beherrschenden Oligarchen.“ (ebd., S. 205) So entstehen nach Politkowskaja gigantische Wirtschaftskonglomerate durch Expansion immer neuer Geschäftsfelder, die staatliche Supermonopole wie Rosneft oder Gasprom bedienen würden. (vgl. ebd. 205) „Überflüssig zu sagen, dass diese Supermonopole von ehemaligen Tschekisten geleitet werden, die es zu Großunternehmern gebracht haben. Sie sind die Einzigen, denen Putin vertraut, teilt er doch mit ihnen Geheimdiensterfahrung. Also wissen auch sie, was für das Volk gut ist, sprich: wie die Riesengewinne aus dem Rohstoffgeschäft “gerecht“ zu verteilen sind.“ (ebd., S. 205) Und weiter: „Putin und sein Stab handeln offenbar nach dem Prinzip: Wer den Rohstoffmarkt beherrscht, der hat auch das Monopol auf die politische Herrschaft im Lande. Solange den Mächtigen die Rohstoffgewinne zufließen, bleiben sie an der Macht. Das mag zum Teil stimmen. So manche Militärjunta in Lateinamerika konnte sich dadurch halten, dass die Repressivorgane und die oberste Staatsführung – als Bestandteil der repressiven Strukturen – die einträglichsten Wirtschaftsbereiche kontrollierten. Die Putin-Administration verkennt aber eine Lehre aus Lateinamerika. Dass diese Juntas stets von anderen Juntas abgelöst werden, und das mitunter recht schnell.“

Zum Stil des „Russischen Tagebuches“
Politkowskaja Buch - eine Art Tagebuch – ist eine Textsorte, die es der 2006 ermordeten Journalistin ermöglicht, Sachlichkeit mit persönlichen Eindrücken, menschlichen Schicksalen, moralischen Sentenzen zu unterfüttern. Ein Beispiel für Politkowskajas Stil: Dem 6. Januar 2004 widmet sie zunächst eine Notiz über das Ende der Frist über die Einreichung der Bewerbungsunterlagen bei der Zentralen Wahlkommission. Sodann geht sie über zum Vorabend des orthodoxen Weihnachtsfests. In diesem Zusammenhang gilt ihre Aufmerksamkeit dem Kandidaten der Partei Einiges Russland Waldimir Putin, der sich mit dem Hubschrauber nach Susdal begeben hat, „...in die altrussische Stadt mit den vielen Kirchen und Klöstern, etwa 200 Kilometer nordöstlich von Moskau.“ (ebd. 68) Putin - im Wahlkampf -, besichtigt Gotteshäuser, „[...] lauscht in einem Frauenkloster dem Gesang der Nonnen, verharrt andächtig – vor all den Fernsehkameras und dem Pulk der Reporter – als der Weihnachtsgottesdienst beginnt.“ (ebd., 69) Und weiter: „Er bekreuzigt sich. Gott sei Dank hat er das inzwischen gelernt, früher sah es mehr als unbeholfen aus.“ (ebd., S. 68) Politkowskaja würdigt dieses Schauspiel mit den Worten: „Davon, dass man den Präsidenten zu Weihnachten zwischen einfachen Leuten bewundern kann, ändert sich deren Dasein nicht im Mindesten.“ (ebd., 68) Sie konstatiert, dass die Eliten und das Volk in Russland schon immer so verschieden gelebt hätten wie auf weit voneinander entfernten Planeten. (vgl. ebd., S. 68)

Also rafft sie sich auf und begibt sich an den Rand der Gesellschaft: „Ich will wissen, wie es aussieht, das Leben ganz unten, und besuche einen Ort, wo sich die Elite nicht blicken lässt: das Psychoneurologische Kinderheim Nr. 25 in der Jelezkaja-Straße, am Stadtrand von Moskau.“ (ebd. 68) Hier lassen sich die Superreichen nicht blicken. Ein Außenbezirk an der Peripherie des im Geld schwimmenden Moskauer Zentrums. Und doch: Auch im Elend ist es sichtbar, das Transzendente: „Eine Erzieherin hat den kleinen Danila hochgenommen. Er hält den mageren Rücken kerzengerade, wie ein Yogi. Ein Ärmchen um den Hals der Frau gelegt, ist doch ganz allein, ganz in sich zurückgezogen, als dringe die Welt zu ihm nicht vor. Dichte blonde Locken umrahmen sein Gesicht, verleihen Danila etwas Engelsgleiches. Der leiseste Luftzug von der offenen Korridortür her lässt das helle Haar lodern und tanzen wie eine Flamme. Ein Weihnachtswunder, anders kann man es nicht sagen.“ (ebd. 69) An dieser Stelle degeneriert gutgemeinte Moralität zu kitschiger Gestelztheit. Die mahnenden Worte bezüglich Schwierigkeiten von Auslandsadoptionen sowie in Bezug auf die verebbende Wohltätigkeit der reichen Elite, die nach Politkowskaja abnahm „[...] im Jahre 2002, als die Putin-Regierung die Steuervergünstigungen für karitative Spenden strich“ (ebd., 72), verpuffen zu geradezu boulevardeskem Naturalismus, der gerade nicht mehr Sachlichkeit zu erreichen vermag. Ein typisches Merkmal dieses Russischen Tagebuches.

Ein weiteres Beispiel: Etwa wenn Politkowskaja sich „tief im Herzen Russlands“ (ebd., S. 217) befindet, nämlich „in der stillen Kleinstadt Werchni Tagil“. (ebd., S. 217) Dort trifft sie auf Wladimir Kusmitsch Chomenko Vater von Igor Chomenko, „[...] der als Offizier eines Luftlanderegiments in Tschetschenien fiel.“ (ebd., S. 217) „Sein Luftlanderegiment eröffnete den zweiten Tschetschenien-Krieg, damals noch an der Grenze zwischen Tschetschenien und Dagestan. Sofort nach der Ankunft wurde das Regiment ins Gefecht geworfen. Und am 19. August starb Hauptmann Igor Chomenko einen heldenhaften Soldatentod.“ (ebd. S. 218) Dieser Chomenko wollte Feuerstellungen von Rebellen kartieren. Dabei erkundete er eine bewaldete Anhöhe, „Eselsohr“ genannt, um die es verlustreiche Kämpfe gab. Chomenko hatte die Stellungen der Rebellen eingetragen, schickte seinen Begleiter vom Gipfelplateau, gab ihm Feuerschutz und rettete mit seinem Einsatz vielen Soldaten das Leben. (vgl. ebd. S. 218) Wladimir Kusmitsch Chomenko wohnte mit seiner Frau zu dieser Zeit noch in einem Lehmhäuschen in der Nähe der ukrainischen Stadt Dnepropetrowsk, also auf Ukrainischem Boden. Nach dem Zerfall wurden Igors Eltern Ukrainische Staatsbürger, während Igor selbst Russe wurde. Um dem Grab des Sohnes nahe zu sein, wollten die Eltern zunächst ins Gebiet Stawropol ziehen, bekamen aber keine Genehmigung für ein dauerhaftes Wohnrecht. Bis sie nach Werchni Tagil übersiedelten, wo sie Unterstützung von „Tschetschenen“, russische Staatsbürger, die als Soldaten oder Offiziere in Tschetschenien dienten und nach ihrer Rückkehr eine gemeinnützige Vereinigung der Armeeveteranen gründeten und auch den Chomenkos die russische Staatsbürgerschaft besorgten. (vgl. ebd. 219 – 220)

Politkowskaja flankiert diese Schilderungen moralistisch: „Wir schicken Soldaten ins Feuer, heften ihnen Orden an die Brust, beerdigen sie mit allen militärischen Schikanen [...] und vergessen sie. Wir haben noch nie die Verantwortung übernommen für unsere Taten. Ein nationaler Wesenszug. Niemand hat Putin je sagen hören, er fühle sich verantwortlich für diejenigen, die seine Entscheidung, den zweiten Tschetschenien-Krieg mit ihrem Leben bezahlt haben.“ (ebd., S. 221)

Politkowskaja vermag es die naturalistischen Schreckens-Schilderungen sukzessive zu steigern und damit den Leser unablässig in einen russischen Alptraum hineinzuversetzen. Den suggestiblen Leser könnte anhand Politkowskajas Schilderungen irgendwann das Gefühl beschleichen, Russland sei ein ganz und gar furchtbares diktatorisches Konglomerat. Diese Evokationen beruhen auch auf ebenjenen naturalistischen Passagen: Jekaterinburg, im Ural. Ein Gebiet, in dem 20.000 Veteranen des Tschetschenienkrieges leben. „Keiner will ihnen Arbeit geben oder ein Studium ermöglichen. Die Folge ist, dass sie saufen, an der Nadel hängen, räubern und im Gefängnis landen.“ (ebd., 290) „Die Schwerverwundeten und Versehrten werden bald sterben, die meisten von ihnen die hart erkämpfte Arbeit verlieren. Die wenigen, die studieren, wird die “Monetisierung“ (die Transformation von Privilegien, wie kostenlose Gesundheitsversorgung in eine Pauschale) zwingen, ihr Studium aufzugeben, weil die dem Staat dafür mühsam abgerungenen Vergünstigungen entfallen.“ (ebd., 291) Politkowskaja schildert etwa den Fall Tolja Susdalow, Jahrgang 1976, „[...] jetzt Schwerbeschädigter der Stufe eins, bis zur Brust gelähmt, ein “sprechender Kopf“ mit Armen. Die Ellbogen sind die einzige Stütze seines Körpers.“ (ebd., 295) Er lebt mit seiner ihn pflegenden Mutter in dem Dorf Karpuschicha, abgeschieden in der Taiga, im Ural. „Zum Kriegführen im Kaukasus holt man die jungen Burschen mit Vorliebe von hier, aus der tiefen Provinz, hier können sich die Mütter auf keine Schienen legen, um ihre Söhne zu retten.“ (ebd., 295) In diesem Dorf leben die aus Jekaterinburg Ausgesiedelten. (vgl. ebd., 296) „Versoffene, abgelumpte, drogenabhängige Gestalten. Lungern vor dem Eingang des Zweigeschossers herum, in dem die Susdalows wohnen – taumelnd, wiehernd, fluchend, einander mit schmutzigen Händen begrapschend und mit Fußtritten traktierend.“ (ebd., 296) Nach Politkowskaja muss die Mutter ihren ans Bett gefesselten Sohn zuhause einschließen: „Damit in ihrer Abwesenheit die “lieben Nachbarn“ nicht das Letzte aus der Wohnung holen.“ (ebd. 296) Die Geschichte Toljas sei eine typische für Tschetschenienveteranen. (vgl. ebd., 296)

„Nach Tschetschenien kam Tolja gleich nach der Schule – er war ein hübscher grüner Junge. Zurück kehrte er bereits im Zustand völliger innerer Zerrissenheit. Wie alle. Und wie alle ohne jede psychologische Betreuung, direkt nach Karpuschicha, wo es in ihrer Verfassung nur eins gibt – die Trunk- und Drogensucht.“ (ebd., 296) Nach dem Demolieren eines kleinen Dorfladens im Nachbarort Lewicha „in einem Moment besonderer seelischer Zerrissenheit“ (ebd., 296) einem Gefängnisaufenthalt, einer einsetzenden Lähmung und einer HIV-Diagnose ist Tolja ans Bett gefesselt. (ebd., 297) „In dem Zimmer, in dem er liegt, ist es sauber, doch der Gestank, der ihn umgibt, ist einfach nicht wegzukriegen, und wenn man das Zimmer von früh bis spät wienern würde. Der Urin fließt in einem am Bettgitter befestigten Beutel. Tolja ist völlig wund gelegen und von unzähligen Infektionen befallen, gegen die sein Organismus nicht ankommt.“ (ebd., 297) Katheder entwendet eine ehemalige, in einer onkologischen Klinik arbeitende Klassenkameradin Toljas und schenkt diese der mittellosen Familie, die kaum die notwendigen Medikamente zu bezahlen vermag, denn das ihm zustehende „Sozialpaket“ reicht nicht aus. (ebd., S. 297 – 298)

Politkowskaja flankiert denn auch diese ausführlichen Schilderungen mit Moralität: „Es ist eine edle und erhebende Aufgabe, über Menschen zu schreiben, die ungeachtet aller Widrigkeiten für sich eine Zukunft errungen haben – darüber, wie sie, Panzern gleich, die Mauern unserer den Hoffnungslosen gegenüber grausamen Wirklichkeit durchbrochen haben. Doch die Wahrheit ist, dass es solche wie Tolja, die schwach sind und deshalb den Halt verloren haben tausendfach mehr gibt.“ (ebd., 298) „Die Nichterstattung der realen Kosten von Behandlung und Pflege solcher wie Tolja bedeutet ihr Todesurteil. Die Staatsmaschinerie übernimmt es, die natürliche Auswahl zu regeln.“ (ebd., 206)

Man könnte weitere ähnlich drastische Passagen rezitieren. Die Frage stellt sich, ob Politkowskaja durch ihr Stimmungsmanagement nicht viele Leser aufrüttelt, nämlich höchst einseitig. Wird so überhaupt noch ein Diskurs, eine rationale Reflexion über die Lage in Russland möglich? [ russland.RU ]