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06-08-2003 Bücher
Zwölf Stühle
von Ilf, Ilja / Petrow, Jewgeni (Rußland (Sowjetunion))

Ippolit Matwejewitsch lebt mit seiner langsam sterbenden Schwiegermutter in einem Provinznest Rußlands. Er ist der Standesbeamte dieser kleinen Kreisstadt. Vor der Revolution war er dank seiner reichen Heirat Kreisadelsmarschall in Stargorod und lebte, da seine Frau sehr schnell nach der Hochzeit gestorben war, das ungebundene Leben eines adeligen Müßiggängers.


Auf dem Sterbebett vertraut ihm seine Schwiegermutter an, daß sie, kurz bevor sie am Ende der Revolution von ihrem Besitz fliehen mußten, all ihre Juwelen in einem ihrer zwölf mit englischen Chintz geblümten Stühle versteckt hat. Ippolit beschließt sofort, inkognito nach Stargorod zu fahren, um zu retten, was noch zu retten ist.

In seiner ehemaligen Villa ist jetzt ein Altersheim untergebracht, und sein ehemaliger, trotteliger Diener ist dort Hausmeister. Bei ihm trifft er einen kleinen Gauner, namens Ostap Bender, den er, um zu verhindern, daß dieser sein Inkognito lüftet, in sein Geheimnis einweiht. Von den zwölf Stühlen ist damals aber nur einer im Altersheim geblieben, die anderen sind ins Wohnungsamt gegeben worden, und der verbliebene wurde ausgerechnet an diesem Morgen an einen Unbekannten verkauft. Diesen Unbekannten trifft Ippolit bei seiner nostalgischen Wanderung durch die Stadt ausgerechnet, als sich dieser mit seiner Beute davonmachen will. Nach einer kurzen Rauferei, bei der der Stuhl zu Bruch geht, ohne daß Juwelen auftauchen, erkennt Ippolit den Vater Fjodor, den Beichtvater seiner verstorbenen Schwiegermutter, der ebenfalls hinter dem versteckten Schatz her ist.

Nun jagen zwei Parteien quer durch Sowjetrußland die wertvollen Stühle, von denen sie aber immer nur einzelne finden, da die anderen wieder einmal den Besitzer gewechselt haben, und immer müssen sie feststellen, daß in den gefundenen die Juwelen nicht sind. Die Reisen werden immer verrückter, die Gier immer größer, bis sie sogar einen Mord dafür verüben.
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