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15-08-2003 Bücher
Medea und ihre Kinder
von Ulitzkaja, Ljudmila (Rußland, Moskau)

Medeas Haus auf der Krim ist der alljährliche Treffpunkt einer weit verzweigten und weit verstreuten Familie. Sie selbst ist Witwe und kinderlos, aber all ihre Nichten, Neffen, Großnichten und Großneffen, direkte und angeheiratete, kommen mit ihren Kindern, um sich bei ihr auf der Krim zu erholen. Sie reisen an aus Litauen, Moskau, Taschkent und von der Krim. Es sind große Familientreffs in mehreren Wellen.


Medea in ihrer natürlichen Freundlichkeit betrachtet das Treiben der jungen Leute und auch die Verwicklungen, die sich ergeben, gelassen. Und immer wieder blickt sie auch zurück auf ihr eigenes Leben und auf das ihrer Urlauber und wie alles miteinander vernetzt ist. Vieles hat sie so miterlebt und erlebt es noch: Liebe, Liebeleien, Ängste, Trauer, Tod, Schmerz, zufriedenes Glück, Treue, Verrat; Ehen begannen, Seitensprünge, Ehen zerbrachen.

Ihr Großvater, ein taurischer Grieche, Kaufmann und Besitzer von Handelsschiffen, lebte Ende des neunzehnten Jahrhunderts; durch seinen einzigen Sohn entstand der weit verzweigte Clan. Sie selbst ist im Jahr 1900 geboren und überblickt bis heute, zu Beginn der siebziger Jahre, eine geschichtsträchtige Zeit, in der auch der Familie so manche Wunde geschlagen wurde.

Aber nicht nur die Vergangenheit, auch die Gegenwart sorgt für Spannung und Aufregung.
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