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01-08-2003 Reisen
Russlands Migrationspolitik
(Moskau) Jährlich kommen 22 bis 23 Millionen Ausländer, einschließlich der Bürger der Gemeinschaft der Unabhängigen Staaten (GUS), nach Russland. Das sind Menschen, die sowohl dienstlich als auch privat reisen, wie Gastarbeiter, Einwanderer, Touristen, Geschäftsleute, Zwangsumsiedler, Flüchtlinge und Transitpassagiere.

Mehr als 400 000 erwerbsfähige Migranten trafen dabei auf legalem Weg in Russland ein. Aber 3,5 bis 5,5 Millionen Ausländer arbeiten unter Verletzung der russischen Gesetze und ohne Arbeitsverträge mit den Migrationsbehörden. Die Zahl der Umsiedler - dies sind in der Regel Einwohner der früheren Unionsrepubliken, die nach dem UdSSR-Zerfall nach Russland gekommen sind, beträgt mehr als 500 000. Die Zahl der Flüchtlinge beläuft sich auf rund 13 000. Rund 1,5 Millionen der Eingereisten haben überhaupt keinen konkreten Status.

Nach unseren Angaben kamen die meisten Arbeitskräfte im vergangenen Jahr aus der Ukraine - rund 91 000 Personen (25,2 Prozent aller Gastarbeiter) -, aus China - rund 41 000 (11,4 Prozent), aus Vietnam 27 000 (7,5 Prozent) und aus Moldawien - rund 21 000 (5,8 Prozent). Auf die Türkei, Tadschikistan, Armenien und Korea entfielen insgesamt rund vier Prozent der erwerbsfähigen Migranten.

Allerdings entspricht die Statistik nicht voll und ganz dem realen Stand der Dinge. Sie registriert nur die Gäste aus dem Ausland, die ins Blickfeld der Behörden gelangen, mit Visa einreisen und sich offiziell anmelden. Es gibt jedoch einen großen Strom von illegalen Einwanderern, die vor allem aus den GUS-Ländern kommen.

Was lockt die Einwanderer nach Russland? Vor allem ist es die Möglichkeit, eine passende Arbeit zu finden und die Lebensbedingungen zu verbessern. Die russische Wirtschaft ist wesentlich stärker und zukunftsreicher als die Wirtschaften der Gemeinschaftsländer. Hier kann man eigene Interessen viel leichter verwirklichen und Arbeitsplätze finden.

Ein legaler Aufenthalt in Russland bietet den Ausländern große Vorteile. Sie bekommen eine Reihe von überaus wichtigen Rechten: auf Sozialversicherung, Gesundheitsschutz und Bildung. Sie können sich an die Gerichte und die anderen staatlichen Einrichtungen wenden, um ihre persönlichen, Eigentums- und sonstigen Rechte zu schützen. Die Unantastbarkeit der Person und des Wohnraums sowie die Konfessionsfreiheit werden ebenfalls garantiert.

Es ist nicht zu übersehen, dass das russische Einwanderungsrecht heute dem Weltstandard entspricht. Der Verabschiedung dieses Rechts waren ein ausführliches Studium der internationalen Erfahrungen und Konsultationen mit Migrationsbehörden anderer Länder vorausgegangen. Die internationale Völkergemeinschaft hat heute an unseren Rechtsnormen nichts auszusetzen, weil sie ausgewogen und flexibel sind. Die Migrationspolitik Russlands entspricht sowohl Interessen des Staates und seiner Bürger, als auch den Interessen der ausländischen Gäste.



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