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08-10-2004 Reisen
Nur ein Teil russischer Touristen verzichtet auf Urlaubsreisen nach Taba
Wegen der jüngsten Anschläge haben einige Russen auf geplante Urlaubsreisen zum ägyptischen Ferienort Taba verzichtet. „Es gibt bereits Absagen. Menschen, die Reisen nach Taba gebucht haben, verzichten darauf", sagte die Sprecherin des russischen Reisebüroverbands, Irina Tjurina.

Manche von denen, die auf einen Urlaub in Taba verzichtet haben, bitten jedoch um eine Umbuchung, um in einen anderen Kurort außerhalb der Sinai-Halbinsel zu reisen, hieß es.

Tjurina vermutete, ein Teil der russischen Touristen in Ägypten entscheide sich zwar demnächst für die Unterbrechung des Urlaubs. Viele würden aber einfach „in andere ägyptische Orte umziehen und sich weiter erholen".

Die Terroranschläge würden den Zustrom der Urlauber aus Russland kaum wesentlich beeinflussen, so Tjurina.

„Es wird eine kleine Pause geben. Werden in nächster Zeit keine neuen Anschläge verübt, so werden die Russen zum Neujahr wieder nach Ägypten reisen. Für Russen ist das einer der beliebtesten Urlaubsorte im Winter", hieß es weiter.

Ägypten betreibe eine flexible Preispolitik und werde wahrscheinlich bei Nachfrageschwankungen Preise senken, was die Kurorte dieses Landes für die Russen attraktiver mache.

In der Nacht zum Freitag waren Anschläge in den ägyptischen Ferienorten Taba und Nuweiba verübt worden. Nach Informationen des Fernsehsenders Sky News stieg die Zahl der Todesopfer bereits auf 31. Unter den Getöteten war eine Russin. Acht russische Touristen wurden verletzt.

Im Hilton-Hotel befanden sich nach Angaben des Moskauer Reisebüros Pegas Touristik 232 Urlauber aus Russland. Insgesamt wohnten rund 900 Menschen im Hotel.

Bei dem Anschlag in Taba wurden rund 150 Personen verletzt, berichtete der arabische TV-Sender El Dschasira. (RIA)

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