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16-12-2004 Reisen
Aeroflot verlangt Staatsgarantien für die Versicherung von Passagieren gegen Terroranschläge
Das größte russische Luftfahrtunternehmen Aeroflot beabsichtigt, im Jahr 2005 einige Neuerungen bei der Versicherung der Passagiere einzuführen. Das teilte der Direktor des Departments für das Management von Risiken und Versicherungen bei Aeroflot, Anatoli Sljusar, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz mit.

"Unter den gegebenen Umständen, wo das Risiko von Terroranschlägen mehr als aktuell ist, will der Weltmarkt für Luftfahrtversicherungen, auf dem auch Aeroflot tätig ist, Neuerungen einführen. Sie schließen einen Teil der Haftung gegenüber Passagieren und dritten Personen aus der Deckung durch die Versicherung aus, die mit einem Feindanschlag mit radioaktiven, chemischen und biologischen Materialien sowie elektronischen Impulsgeräten zusammenhängen", sagte Sljusar.

Ihm zufolge wird diese Neuerung in dem Maße wirksam werden, wie die Luftfahrt-Versicherungsscheine wieder eingeführt werden. Im Resultat der Veränderungen der Auflagen, welche die Luftfahrtbehörden und die europäischen Länder erteilen sowie den Neuerungen die auf dem internationalen Versicherungsmarkt im Jahre 2005 wirksam werden, können sich die russischen Luftfahrtunternehmen nach seinen Worten in einer schwierigen Situation erweisen.

"Eine wesentliche Erhöhung der Haftungsmaße gegenüber den Passagieren und dritten Personen kann zu einem bedeutenden Anstieg der Versicherungskosten und folglich auch zur Verteuerung der Flugtickets führen", stellte er fest.

Sljusar zufolge schließt sich Aeroflot der Meinung der Internationalen Zivilluftfahrt-Oranisation (ICAO) an, wonach Terroranschläge gegen Staaten gerichtet sind. Luftfahrtunternehmen und die Infrastruktur für den Luftverkehr dienen nur als Mittel zum Zweck.

"Unter diesen Bedingungen muss die russische Regierung die Notwendigkeit beachten, dass die einheimischen Luftfahrtunternehmen im Jahr 2005 der Unterstützung in Form von Staatsgarantien für die Haftpflichtversicherung beim Risiko des Terrorismus bedürfen", erläuterte der Aeroflot-Beamte. (RIA)

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