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15-03-2005 Reisen
Litauen erschwert Transit in die Ostsee-Exklave von Russland
Die Eisenbahner der russischen Ostsee-Exklave befürchten die Folgen der Verschärfung der Regeln für Personentransitverkehr durch Litauen.

"Laut der durch das Generalkonsulat der Litauischen Republik in Kaliningrad verbreiteten offiziellen Information werden die Fahrgäste ab 16. März 2005 bei der Überquerung der Staatsgrenze Litauens zusätzlich zum Standardverzeichnis der Reisepapiere auch noch die internationale Krankenversicherungspolice vorweisen müssen. Wie aus dem diplomatischen Dokument hervorgeht, gilt die Regelung vorerst nicht für Reisende, die einen visafreien Transitzug zwischen dem Kaliningrader Gebiet und dem russischen Mutterland benutzen, sagte ein Sprecher der Kaliningrader Eisenbahn.

Er betonte: "Die größte Besorgnis erweckt bei der Führung des Passagierdienstes der Kaliningrader Eisenbahn der Umstand, dass einstweilen noch keine Klarheit hinsichtlich der Durchfahrt der Personen, die bereits die litauischen Mehrfachvisa ohne Krankenversicherung besitzen, besteht."

"Einstweilen noch liegen keine offiziellen Erläuterungen litauischer Diplomaten aus diesem Anlaß vor. Am 16. März werden aber mehr als 400 Passagiere, die so gut wie keine Ahnung von den Neueinführungen der litauischen Behörden haben, unterwegs sein", erklärte der Gesprächspartner der RIA Nowosti.

Er stellte auch noch mit Bedauern fest: "Ungeachtet der äußerst knappen Frist, die bis zum Inkrafttreten der neuen Regeln geblieben ist, hat die Führung der Kaliningrader Eisenbahn keine offizielle Antwort auf die Frage über die Durchfahrtordnung für das Zugbegleitpersonal erhalten."

"Falls die Krankenversicherungspolice für sie obligatorisch sein wird, so wird das für die Kalininigrader Eisenbahn zusätzliche Ausgaben bedeuten, die auf mehr als 50 000 Euro jährlich geschätzt werden", sagte der Pressesprecher.

Zugleich verwies er darauf, dass die Fachleute des Passagierdienstes der Kaliningrader Eisenbahn neben dem Wachstum der Ausgaben für die Organisation des Personentransits auch noch ein neues Nachlassen des Fahrgaststroms prognostizieren.

"Die Einführung des Reisepasses als obligatorisches Reisepapier bei der Durchfahrt durch Litauen ab 1. Januar 2005 hat bereits eine starke Verringerung des Personenverkehrs bewirkt. Im Januar betrug sie 16 Prozent, im Februar 13 Prozent im Vergleich zu den Kennziffern des Vorjahres", unterstrich der Sprecher.

Laut Einschätzung von Vertretern der Gebietsadministration wird der Preis der für die Ausstellung des litauischen Visums notwendigen Versicherung rund 55 Euro betragen. (RIA)

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