russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


14-04-2005 Reisen
Visa-Pflicht für Georgien soll abgeschafft werden!
Von Ralph Hälbig
Georgien hat für einige Staaten die Visa-Pflicht aufgehoben. Bürger aus Japan, der USA, Kanada, Israel den EU-Mitgliedsstaaten werden kein Visa mehr brauchen, wenn sie nach Georgien reisen möchten, verkündeten der Premierminister Zurab Noghaideli und der Abgeordnete des Außenministeriums Kakha Sikharulidze nach einer Regierungszusammenkunft im Fernsehsender Rustavi 2.


Hans Heiner Buhr, deutscher Reiseunternehmer in Tbilisi, der gerade die kleinen Individualreisen anbietet, verspricht sich davon bessere Voraussetzungen als bisher. „Erstens schreckte gerade der hohe Visa-Preis von 60 Euro viele Reisewilligen ab, in diese Region aufzubrechen. Zudem lädt solch ein exorbitanter Preis gerade nicht die Individualreisenden ein, die gesamte Region kennen zu lernen.“ Der Kaukasus umfasst ja mehrere Länder. Der Kaukasus ist ein Vielvölkergemisch. Dazu zählen zumindest Russland, Armenien, Aserbaidschan. Wenn man dann sehr gern alle Länder bereisen möchte, ist das wohl nur für die Bessergestellten erschwinglich. Zudem ist Georgien gerade ein abenteuerliches Land, und daher sicher auch reizvoll für junge Leute.

Werbung


Nun wird für Hans Heiner Buhr das spontane Reiseangebot "Frühstück im Kaukasus" zur greifbaren Möglichkeit. Auch rücken endlich „Kurztrips zum Ballett nach Tbilissi, ein verlängertes Wochenende zum ‚Wanderreiten in Kachetien’ in greifbare Nähe. Auch können jetzt endlich die alten Freunde zum Giorgoba-Fest mal unangekündigt überrascht werden.“ Führ Buhr ist das „ein konsequenter Schritt georgischer Außenpolitik auf dem Wege zur Öffnung nach Europa und ein richtige Entscheidung für die Entwicklung des Tourismus. Davon werden die Georgier profitieren. Ich bin begeistert."

Und so verspricht sich nicht nur Herr Buhr aus Berlin, der schon seit Jahren in Georgien lebt, sondern auch die Regierung Georgiens wesentliche Veränderungen für die nahe Zukunft. Auch die Hoffnungen des Prämieministers rechnen mit einer zunehmenden Attraktivität Georgiens für die Touristen und für Investoren aus diesen Ländern. Er hofft, dass dadurch das Wachstum in dem kaukasischen Land, dass für seine Gastfreundschaft und seine touristischen Akttraktionen berühmt ist – und einmal als das Italien Russlands bezeichnet wurde – angekurbelt wird, dadurch Investitionen möglich werden. Sikharulidze sagte, dass die Übernahme dieses Vorschlages eine sehr wichtige politische Geste und Entscheidung ist. „Diese Entscheidung beweißt einmal wieder den großen Wunsch Georgien, sich der EU anzuschließen und ein Mitglied der euroatlantischen Strukturen zu werden“, behauptete Sikharulidze.

Ralph Hälbig wurde am 13. September 1970 in Dresden geboren. Er studierte in Leipzig Kulturwissenschaften, Soziologie, Theaterwissenschaften und Psychologie. Danach arbeitete er in London in den Huntley Film Archives. Er ist Mitherausgeber der Kaleidoskopien (www.kaleidoskopien.de) und arbeitet zur Zeit beim MDR (Mitteldeutscher Rundfunk) und beim RBB (Radio Berlin Brandenburg). Zudem ist er als Autor (n-ost) und in der Organisation von Kulturveranstaltungen tätig. Er ist mit einer Georgierin verheiratet.

Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013