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18-05-2005 Reisen
Passfreier Reiseverkehr zwischen Russland und Kasachstan
Wladimir Putin und Nursultan Nasarbajew haben am Vortag die Anweisung gegeben, Normativakte vorzubereiten, die den Bürgern Russlands und Kasachstans die Möglichkeit geben, weiterhin ohne Reisepässe aus einem Staat in den anderen zu reisen, berichtet die Zeitung „Wremja Nowostej" am Mittwoch.

Die Regierungschefs haben alle Einzelheiten buchstäblich innerhalb einer Woche abzustimmen. Denn schon am 25. Mai soll ein von den Mitgliedsländern der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft EAEC (Russland, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien und Tadschikistan) vor zwei Monaten unterzeichnetes Protokoll in Kraft treten, mit dem der vereinfachte Modus für das Passieren der seinerzeit administrativen Grenzen innerhalb der früheren UdSSR abgeschafft wird.

Mit der Vereinbarung zwischen Putin und Nasarbajew, die den exklusiven Charakter der Beziehungen zwischen beiden Nachbarstaaten betont, wird die Idee der EAEC als eines einheitlichen Organismus einigermaßen verwässert. Für Russland bedeutet dieser Schritt eine der einfachsten Varianten für die Lösung des Problems der Beibehaltung der Eisenbahnverbindung aus dem europäischen Teil des Landes nach Sibirien und in den Fernen Osten.

Im Gebiet Omsk, das enger als jede andere russische Region an die Republik Kasachstan gebunden ist, war bis zum gestrigen Tag eine stille Panik zu beobachten, nachdem klar wurde, mit welchen Folgen das neue EAEC-Abkommen droht. Alexander Zelko, Chef der Westsibirischen Eisenbahn, erklärte dieser Tage, er befürchte, dass am 25. Mai alle Reisezüge ohne Ausnahme an der Grenze stehen bleiben, weil „niemand hier Reisepässe hat", schreibt die Zeitung.

Das Problem besteht darin, ob es gelingen wird, dem politischen Willen der Spitzenrepräsentanten Russlands und Kasachstans die notwendige bürokratische Form zu verleihen und die Grenzsoldaten an allen Übergangsstellen darüber zu informieren. Die Eisenbahnbehörde erfuhr aus den Medien über die Vereinbarung zwischen Wladimir Putin und Nursultan Nasarbajew. Wie Natalja Akafjewa, amtierende Leiterin des Pressedienstes des Unternehmens Russische Eisenbahnen, mitteilte, werden jetzt im Unternehmen entsprechende Berichte vorbereitet, um die Passagiere in den Bahnhöfen und Zügen zu informieren. (RIA)

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