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18-06-2005 Reisen
Wirtschaftsforum in St. Petersburg: Finnmark (Norwegen) und St. Petersburg beginnen touristische Zusammenarbeit
Im Rahmen des ”9. Wirtschaftsforum St. Petersburg” wurde ein Round-table-Seminar zumThema Tourismus durchgeführt. Die Veranstaltung hatte als Ziel, gemeinsame Maßnahmen zur Tourismusförderung zu initiieren. Das Seminar hatte 45 Teilnehmer aus Russland und Norwegen. Es wurde insgesamt sechs Maßnahmen entwickelt, die der norwegisch-russischen Gesamtkommission für Wirtschaft, Handel und Wissenschaft vorgeschlagen werden sollen.

Die Metropole St. Petersburg und die norwegische Grenzprovinz Finnmark hatten bereits vor zwei Jahren einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Finnmark ist das norwegische Kerngebiet der zukunftsträchtigen Gas- und Ölförderung in der Barentssee, außerdem ein wichtiger Lieferant von Fisch und anderen Meeresprodukten nach Russland sowie ein bedeutendes Reiseziel mit dem Tourismusmagneten Nordkap und dem Endpunkt der Schnelldampferlinie Hurtigruten.

Von norwegischer Seite präsentierten die Provinzvorsteherin Helga Pedersen und der Fremdenverkehrschef Jens Harald Jensen die Küstenprovinz an der russischen Grenze. Pedersen unterstrich, daß „Finnmark und St. Petersburg unglaublich unterschiedlich sind, aber auch unglaublich viele Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit bieten“.

Der Tourismusexperte Ulrich Kreuzenbeck (Herausgeber von [ russland.RU – internettavisen ] ) eröffnete den tourismus-fachlichen Teil mit einem Vortrag über die Chancen zur Schaffung einer „win-win-Situation“ durch die Kombination der Kulturmetropole St. Petersburg mit dem arktischen Naturparadies Finnmark.

„Es sind gerade die enormen Kontraste zwischen beiden Destinationen, die eine Kombination attraktiv machen. Touristen können auf einer Rundreise die unterschiedlichen Seiten Nordeuropas sehen“, sagte Kreuzenbeck. Er prognostizierte, daß die Reiseroute St. Petersburg – Karelien – Weißes Meer (Solovki / Archangelsk) – Murmansk – Finnmark eine neue Hauptader im nordeuropäischen Tourismus werden kann. Er empfahl Marketing- und Profilierungsmaßnahmen und schlug auch vor, eine Charterverbindung zwischen dem Einfallstor St. Petersburg und Finnmark zu unterstützen. Abschließend unterstrich Kreuzenbeck die Bedeutung von vereinfachten Visumsregeln. „Das würde die Fremdenverkehrsbranche – aber auch andere Branchen – mehr als öffentliche Zuschüsse fördern“, unterstrich er.

Viktor Gavrilov, Leiter des Fremdenverkehrsbüros St. Petersburg, präsentierte die Metropole, die mehr Einwohner hat als ganz Norwegen und mit über 30.000 Gästebetten jährlich über 3 Millionen Reisende beherbergt. Er informierte über die Wachstumszahlen der letzten Jahre und setzte sich ebenfalls für die Entwicklung von Rundreiseprodukten unter dem Einschluß von Nordnorwegen ein.

Als Ergebnis des Round-table-Seminars wurden sechs Vorschläge erarbeitet, darunter die Entwicklung von gemeinsamen Rundreiseprodukten, Überlegungen über direkte Flugverbindungen zwischen St. Petersburg und Finnmark und eine Zusammenarbeit der Fremdenverkehrsbüros beider Regionen. Außerdem wurde den entsprechenden Behörden empfohlen, eine Erleichterung der Visumsregeln in Betracht zu ziehen. Das Abschlußdokument wurde von Larisa V. Botkina (Abteilungsleiterin des Kommitès für auswärtige Fragen der Stadtverwaltung St. Petersburg) und Tore Gundersen (Provinzentwicklungschef in Finnmark) unterzeichnet. [ russland.RU – internettavisen ]

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