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07-07-2005 Reisen
Russland und Griechenland wollen bilaterale Visaerleichterung vereinbaren
Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein griechischer Amtskollege Petros Molyviatis werden bei ihrem Gespräch am Freitag in Moskau über eine Visaerleichterung zwischen der Russischen Föderation und der Europäischen Union sowie bilateral zwischen Russland und Griechenland diskutieren.

Dies teilte Lawrows Stellvertreter Wladimir Tschischow am Mittwoch in einem Interview mit RIA Nowosti mit.

Der Diplomat erinnerte daran, dass die Verhandlungen zwischen Russland und der EU zu Visafragen weitergehen, ihre turnusmäßige Runde finde nächste Woche in Brüssel statt.

"Parallel dazu erklärten sich Griechenland und einige andere Staaten bereit, eine bilaterale Visaerleichterung mit Russland zu vereinbaren - nach dem Muster der durch Russland bereits mit Deutschland, Italien, Frankreich und Zypern geschlossenen zweiseitigen Abkommen", sagte der stellvertretende Außenminister. Entsprechende Verhandlungen führe Russland momentan mit Griechenland, Spanien und anderen Ländern.

Tschischow betonte, dass es sich um eine Visaerleicherung für einzelne Kategorien der Bürger handle.

Er verwies darauf, dass einige wichtige Marksteine in der Geschichte der Beziehungen zwischen Russland und der EU mit Griechenland verbunden seien.

"Das jetzige Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU wurde 1994 während der griechischen Präsidentschaft auf der griechischen Insel Korfu (Kerkyra) unterzeichnet", erinnerte der Diplomat. Auch der Gipfel Russland-EU 2003 habe unter griechischer EU-Präsidentschaft stattgefunden.

"Damals wurde die politische Entscheidung getroffen, vier gemeinsame Räume (Wirtschaft, äußere Sicherheit, innere Sicherheit und Justiz sowie Bildung, Forschung und Kultur) aufzubauen. Sie fand dann in den "Fahrplänen" ihren Niederschlag, die später beim Russland-EU-Gipfel in Moskau beschlossen wurden.

"Wir sehen Griechenland als ein Land an, mit dem wir durch jahrhundertelange Beziehungen verbunden sind, ein Land, das auch weiterhin einen positiven Beitrag zur Russland-Politik der EU beisteuern wird", sagte Tschischow. (RIA)

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