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09-11-2005 Reisen
Moskau und Bukarest halten neuen Visa-Vertrag für möglich
Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein rumänischer Amtskollege Mihai Ungureanu halten es für möglich, dass bald ein Vertrag über die Erleichterung des Visaregimes zwischen beiden Ländern zustande kommt.

Nach Abschluss der Verhandlungen mit Ungureanu sagte Lawrow bei einem Briefing: "Ich denke, wir werden bald eine solche Vereinbarung erreichen."

Der rumänische Außenminister teilte seinerseits mit, bei den Verhandlungen sei die Möglichkeit "von Verträgen über die Erleichterung des Visaregimes im Rahmen der bestehenden Abkommen zwischen Russland und den EU-Ländern erörtert worden".

"Wir sind überzeugt, dass wir bald Ergebnisse, das heißt ein gemeinsames Abkommen erreichen, das unseren Erwartungen entspricht", sagte der rumänische Minister.

Bei ihrem Treffen unterzeichneten die Außenminister ein Protokoll über eine Inventur der bilateralen Verträge, die zwischen der UdSSR und Rumänien bestanden, sowie ein Abkommen über den Status der russischen Militärfriedhöfe in Rumänien und der rumänischen in Russland.

Beide Minister sagten gegenüber Journalisten, dass der Abschluss dieser Abkommen zur Festigung der bestehenden vertragsrechtlichen Basis und zur weiteren Festigung der bilateralen Zusammenarbeit beitragen werde.

In seiner Einschätzung des heutigen Standes der russisch-rumänischen Beziehungen betonte Sergej Lawrow, dass nach der Unterzeichnung des politischen Basisvertrages von 2003 und dem Moskau-Besuch des rumänischen Präsidenten im Februar die gegenseitigen Beziehungen ein neues Niveau erreicht haben.

"Wir sind übereingekommen, die Arbeit der Handels- und Wirtschaftskommission auf Regierungsebene zu aktivieren, um Möglichkeiten für die Realisierung neuer Projekte zu finden", sagte Lawrow. Auch berichtete er, dass bei seinem Treffen mit dem rumänischen Ministerpräsidenten Calin Popescu-Tariceanu am Dienstag die Möglichkeit einer Unterstützung russischer Unternehmen besprochen worden sei, die Interesse an der Arbeit in Rumänien gezeigt haben.

"Wir haben erörtert, wie sie zu unterstützen und für ihre Arbeit normale Bedingungen zu schaffen sind", sagte der russische Außenminister. Ferner teilte er mit, dass bei den Unterredungen mit seinem rumänischen Kollegen vereinbart worden sei, das enge Zusammenwirken in der Schwarzmeerregion weiterhin zu aktivieren, darunter im Rahmen der Organisation der Wirtschaftsgemeinschaft der Schwarzmeerstaaten und der Marineeinheit "Blackseafor".

"Unsere beiden Länder wirken sehr gut in internationalen Organisationen zusammen, insbesondere in der UNO, in der Rumänien einen Monat lang dem Sicherheitsrat vorstand und später diesen Staffelstab an Russland übergeben hat", sagte Lawrow. Er betonte, dass Moskau die Ergebnisse des rumänischen Vorsitzes im UN-Sicherheitsrat hoch einschätze, und verwies auch auf das produktive Zusammenwirken von Russland und Rumänien in der OSZE. (RIA)

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