russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


28-12-2006 Reisen
Versuchte Entführung von russischem Airbus unblutig beendet
Die versuchte Entführung einer russischen Passagiermaschine ist am Donnerstag glimpflich ausgegangen. Ein offenbar betrunkener Passagier drohte während des Fluges von Moskau nach Genf, den Airbus A-321 der russischen Fluggesellschaft Aeroflot in die Luft zu sprengen und verursachte eine Notlandung auf dem Prager Flughafen, wie Flughafensprecherin Eva Krejci mitteilte.





Werbung


Andere Passagiere konnten den Mann mit Hilfe der Polizei überwältigen. Die 167 Insassen seien wohlauf und würden psychologisch betreut, sagte Krejci.

Nach Angaben des stellvertretenden Aeroflot-Chefs Lew Koschljakow hatte der Täter erklärt, er habe eine Bombe dabei. Er forderte, den Flug nach Kairo umzuleiten. Nachdem der Pilot ein Notsignal gesendet hatte, landete der Airbus auf dem Flughafen der tschechischen Hauptstadt. Die tschechische Polizei ging von einem Entführungsversuch aus. Aeroflot in Moskau teilte mit, die Besatzung des Flugzeugs sei Opfer "eines versuchten Angriffs" gewesen.

Familie des Randalierers darf nicht weiter fliegen

Die Familie des Randalierers darf nicht weiter fliegen, teilte die offizielle Aeroflot-Sprecherin Irina Dannenberg Journalisten in Moskau mit. "Neben ihm gilt das Flugverbot noch für neun weitere Menschen - seine Familie und Verwandten. Die anderen Passagiere, die Besatzung und die Airbus-Maschine befinden sich zurzeit im Prager Flughafen Rusine", sagte Dannenberg.

Dem in Prag festgenommenen russischen Bürger droht eine Anklage, die Entführung eines russischen Flugzeuges versucht zu haben. Dabei müsse er nach Angaben des russischen Anwalts Igor Trunow mit einer Haftstrafe von bis zu 15 Jahren rechnen. "Vieles wird vom Verhalten des Festgenommenen und von seinen Forderungen bei dem Zwischenfall abhängen (...) Hierbei könnte eine ganze Palette von Strafartikeln angewendet werden - Geiselnahme, illegaler Besitz und Transport von Waffen u.a. Wenn es nur um das Randalieren eines Betrunkenen geht, könnte er wegen Rowdytums verurteilt werden", sagte der Anwalt.

Die Passagiere wurden nach Flughafenangaben in einen speziellen Bereich gebracht und medizinisch versorgt. Der Airbus wurde in einen abgelegenen Teil des Flughafengeländes geleitet, wo er nach Sprengstoff durchsucht wurde. Auf den Flugbetrieb in Prag hatte der Vorfall keine Auswirkungen. [ russland.RU ]

Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013