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15-08-2007 Reisen
Trotz diplomatischer Eiszeit: Bisher keine Visaabsagen bei der britischen Botschaft
Trotz den gegenseitigen Visabeschränkungen zwischen London und Moskau hat Großbritannien bisher keinem russischen Beamten ein Einreisevisum verweigert. Das teilte die britische Generalkonsulin in Moskau, Jessica Hand, der RIA Novosti mit.



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Großbritannien hatte im Juli schärfere Visaregeln für russische Bürger angekündigt, nachdem sich Moskau geweigert hatte, den Unternehmer Andrej Lugowoi auszuliefern, der in Großbritannien wegen Ermordung des Ex-FSB-Offiziers Alexander Litwinenko beschuldigt worden ist.

Wie die Konsulin sagte, wurden die Visaregeln nicht verschärft, sondern lediglich exakter formuliert. Der Pressesprecher der britischen Botschaft, Anjum Nurani, sagte seinerseits, die neue Regelung gelte nur für Regierungsvertreter.

Der ehemalige Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB Alexander Litwinenko war 2000 nach Großbritannien geflüchtet und starb am 23. November 2006 in der Londoner Universitätsklinik. In seinem Körper wurden Spuren der radioaktiven Substanz Polonium 210 festgestellt. Ein offizielles Gutachten über Litwinenkos Todesursache wurde jedoch bisher nicht veröffentlicht.

Nach monatelangen Ermittlungen machte die britische Justizbehörde den russischen Unternehmer Andrej Lugowoi für den Mord an Litwinenko verantwortlich und forderte in diesem Mai dessen Auslieferung. Moskau lehnte die Forderung ab, weil das heimische Grundgesetz die Auslieferung von russischen Staatsbürgern ins Ausland verbietet. Lugowoi selbst beteuerte seine Unschuld und weist die Vorwürfe als "politisch motiviert" zurück.

Daraufhin wies Großbritannien vier russische Diplomaten aus und legte die Verhandlungen über Visaerleichterungen mit Russland auf Eis. Auch Russland erklärte vier britische Diplomaten zu Persona non grata und stellte die Visaausstellung für britische Offizielle ein. [ ria novosti ]

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