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23-03-2004 Reisen
Visavereinbarungen zwischen Russland und EU müssen beiderseitig vorteilhaft sein
Die Vereinbarungen zwischen Russland und der Europäischen Union über Visaregime müssen gegenseitig vorteilhaft sein. Das erklärte der stellvertretende russische Außenminister Wladimir Tschischow in seinem Interview, das auf der Web-Site des Außenministeriums der RF veröffentlicht ist.

„Die Vereinbarungen müssen gegenseitig vorteilhaft sein, und wir möchten im allgemeinen Paket Verträge über visafreies Regime und über Readmission bekommen", sagte Wladimir Tschischow.

Er erinnerte daran, dass gemäß dem Reglement der Europäischen Union alle Länder, die ihr nicht angehören, in zwei Listen - A und B - aufgeteilt sind. An der A-Liste stehen 43 Länder, deren Bürger in das Territorium der EU-Länder für eine Frist bis zu 90 Tagen ohne Recht auf eine Erwerbstätigkeit und ohne Nutzung sozialer Güter einreisen dürfen. Russland gehört der B-Liste an, wonach man für die Einreise Visa braucht.

„Unsere Aufgabe besteht darin, in die A-Liste aufgenommen zu werden. Natürlich kann das nur auf der Grundlage der Gegenseitigkeit getan werden: Russische Bürger reisen visafrei nach Europa und Europäer nach Russland", sagte Tschischow.

Der russische Diplomat hob hervor, dass einige jener Länder, die man bei der EU „neue Nachbarn" nennt, darunter die Ukraine und Moldawien, ein Abkommen unterzeichnet hatten, das EU-Bürgern einseitig das Recht auf die visafreie Einreise in diese Länder im Austausch gegen unentgeltiche Visa für die Einreise in die EU-Länder gewährt.

Für Russland ist ein solches Herangehen unannehmbar. „Eine solche unausgeglichene Variante würde die Situation für viele Jahre einfrieren. Und wir möchten das Visaproblem in überschaubarer Zukunft lösen", erklärte der stellvertretende russische Außenminister.

Nach Worten Tschischows erwirkt die EU von Russland vor allem die Unterzeichnung eines Abkommens über Readmission. Die Rückkehr russischer Bürger aus europäischen Ländern ist kein Problem für Moskau, sagte der hochrangige russische Diplomat.

„Aber wir wollen nicht, dass Bürger der dritten Welt, die über das Territorium der GUS-Länder nach Russland und dann nach Europa gelangen würden, durch die europäischen Innenministerien nach Russland gegen die Verpflichtung rückgeführt würden, dass wir sie aufnehmen, unterbringen und dann in die Heimat schicken", unterstrich der stellvertretende Außenminister der RF.(RIA)

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