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22-04-2004 Reisen
Russland – Italien; Vereinfachtes Visaregime lässt nicht mehr lange auf sich warten
Moskau hofft schon in nächster Zukunft, die Unterzeichnung einer Vereinbarung über ein vereinfachtes Visaregime zwischen Russland und Italien, zu erzielen, erklärte man beim Aussenministerium der Russischen Föderation.



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Moskau ist der Meinung, dass die Unterzeichnung dieses Dokuments zu einem Meilenstein auf dem Weg zu einem visafreien Reiserverkehr zwischen Russland und der Europäischen Union wird.

Russland bewertet die Position Italiens in der Frage der Erleichterung menschlicher Kontakte und dem allmählichen Übergang zu einem visafreien Regime bei Reisen von Bürgern auf dem gesamten Territorium Europas hoch ein, sagte der offizielle Sprecher des russischen Aussenministeriums, Alexander Jakowenko. So kommentierte er die Worte des italienischen Premierministers, Silvio Berlusconi.

Am Vorabend hatte der Premierminister Italiens im Rahmen seines Russland-Besuchs erklärt, Italien sei zur Einführung eines vereinfachten Regimes der Visaerteilung für russische und italienische Bürger bereit. "Wir sind für die Vereinfachung des Systems der Visaerteilung bereit. Ich bin überzeugt, dass dieser Schritt noch mehr zur Vereinfachung und Verbesserung unserer beiderseitigen Beziehungen beiträgt", sagte Berlusconi während der Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten im Kreml.

Den Worten Jakowenkos ist zu entnehmen, dass eine Übereinkunft über den Abschluss eines russisch - italienischen Vertrages über eine Vereinfachung der Reisebedingungen für Bürger beider Länder im Verlauf des Staatsbesuchs des Präsidenten der Russischen Föderation , Wladimir Putin, in Italien im November 2003 erzielt wurde.

Damals unterzeichneten die Außenminister Russlands und Italiens eine Gemeinsame Erklärung über den Beginn der Arbeiten an dieser Vereinbarung. In den vergangenen Monaten fanden einige Expertentreffen der beiden Seiten statt, in deren Ergebnis es gelang, den Text der Vereinbarung abzustimmen.

Moskau hofft, schon in aller nächster Zukunft zur Unterzeichnung dieser für die bilateralen Beziehungen so wichtigen Vereinbarung zu kommen.

Nach Auffassung des offiziellen Vertreters des russischen Aussenministeriums ebnet diese Vereinbarung den Weg zu einer noch stärkeren Aktivierung der Kontakte von Bürgern beider Länder, darunter auch auf kulturellem und humanitärem Gebiet.

Jakowenko erläuterte, dass das Dokument eine vereinfachte Prozedur der Visaerteilung für bestimmte Kategorien von Bürgern vorsieht, darunter für Studenten und Schüler, die an Austauschprogrammen teilnehmen, für Wissenschaftler, Künstler und Pädagogen, für Teilnehmer an internationalen Sportveranstaltungen, für Mitglieder offizieller Delegationen, für Teilnehmer an Projekten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sowie für Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen. Im einzelnen ist besonders gemeint, die Anzahl der Papiere, die für den Erhalt eines Einreisevisums erforderlich sind, sowie die Fristen für die Visabearbeitung zu reduzieren. Es wird davon ausgegangen, dass man in konkreten Fällen keine Gebühren für die Visaerteilung erhebt und den Kreis von Personen erweitert, die ein Anrecht auf Mehrfachvisa haben, darunter auf Dauervisa mit Gültigkeit bis auf 5 Jahre. (RIA)

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