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26-03-2009 Reisen
US-Millionär startet als erster Weltraumtourist zweites Mal ins All
Als erster Weltraumtourist ist der US-Millionär Charles Simonyi zum zweiten Mal ins All gestartet. Simonyi hob am Donnerstag an Bord einer russischen Sojus-Rakete um 12.49 Uhr (MESZ) vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan Richtung Raumstation ISS ab.




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"Ich fühle mich großartig und schaue auf die Erde hinunter", teilte Simonyi wenige Sekunden nach dem live im russischen Fernsehen übertragenen Start der Kontrollstation am Boden mit. Mit an Bord der Rakete sind der russische Gennadi Padalka als Kommandeur und der Astronaut Michael Barratt als Bordingenieur aus den USA.

Der Start sei problemlos verlaufen, sagte ein Sprecher der russischen Weltraumagentur der Nachrichtenagentur Interfax. Die Rakete soll mit einer Geschwindigkeit von 22.000 Kilometern pro Stunde in Richtung ISS fliegen und ihr Ziel nach zwei Tagen erreichen. Am selben Tag wird die amerikanische Raumfähre Discovery zur Erde zurückkehren, die am 25. März von der Station losgekoppelt wurde“, hieß es aus dem Flugleitzentrum. Simonyi kann zehn Tage auf der ISS verbringen und am 7. April zusammen mit Michael Fink (USA) und Juri Lontschakow (Russland) zur Erde zurückkehren.

Aufgrund gestiegener Auslastung der Flüge zur ISS ist Simonyi nach Angaben der russischen Weltraumbehörde vorerst der letzte oder vorletzte Weltraumtourist, der an Bord einer Rakete mitfliegen darf. Den Software-Millionär wird das nicht stören. Der 60-Jährige versprach seiner Frau Lisa Persdotter, dass dieser Flug ins Weltall sein letzter sein soll. Simonyi bezahlte 35 Millionen Dollar (rund 26 Millionen Euro) für die zwölftägige Reise, zehn Millionen Dollar mehr als für seinen ersten Trip im Frühjahr 2007. Es ist erst das siebte Mal, dass ein Tourist auf einen Weltraumflug mitgenommen wird.

Außer seiner Familie fehle ihm in der Weltraumstation ISS vor allem eins: ein frischgezapftes Bier, sagte Simonyi am Mittwoch vor seiner zweiten Reise in den Weltraum. [ russland.RU ]

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