russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


22-06-2004 Reisen
Fradkow glaubt an baldige Abschaffung des Visumszwangs mit EU
Der russische Ministerpräsident Michail Fradkow hofft darauf, dass der Visumszwang in den Beziehungen zwischen Russland und Ländern Europas in nächster Zukunft abgeschafft wird.

„Im Rahmen des Ostseerates hatten wir heute Maßnahmen zur Herstellung bequemerer Kontakte Russlands mit der Europäischen Union (EU) mit dem Ziel erörtert, künftig ein visafreies Regime in Europa zu schaffen", sagte Fradkow am Montag auf einer Pressekonferenz nach Abschluss einer Sitzung des Ostseerates in der estnischen Hauptstadt Tallinn.

„Erörtert wurden Fragen, die die Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft innerhalb dieser regionalen Organisation wie auch im Rahmen der EU betreffen. Das ist zum Beispiel die Kooperation in Energie und Transportinfrastruktur, bei der Gewährleistung der sicheren Schifffahrt, im Umweltschutz und im Kampf gegen die organisierte Kriminalität", fuhr Fradkow fort.

Es komme darauf an, Anstrengungen des Ostseerates und der EU im Wirtschaftsbereich zu vereinigen, darunter bei der Erweiterung von Investitionsgeschäften. „Wir diskutierten unter anderem über ein Projekt zum Bau der so genannten Nordeuropäischen Gaspipeline, das Projekt ‚Baltischer Energiering' und einige andere für uns und Europa aktuelle Transportprojekte.

Für die Lösung einiger Fragen, insbesondere mit den Baltischen Ländern, sind zusätzliche Verhandlungen notwendig. Es komme nur auf den Wunsch an. „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass solche Möglichkeiten vorhanden sind, die einfach nur genutzt werden sollten."

Der russische Regierungschef ging ferner auf die Lage der russischsprachigen Einwohner in den Baltischen Ländern ein und sagte: „Das ist eine komplizierte und vor allem für Russland, Lettland und Estland sensible Frage. Aber wir sind in der Lage, eine Lösung zu finden, indem wir uns vom guten Willen, gegenseitiger Achtung und der Einhaltung der Prinzipien des Ostseerates werden leiten lassen", erklärte Fradkow.


Werbung


In Russland hoffe man darauf, dass der Beitritt der Baltischen Länder zur Europäischen Union die Lösung des Problems der russischsprachigen Einwohner gemäß internationalen Standards beschleunigen wird. Russland warte geduldig auf die Lösung dieses Problems. Dabei sei die strikte Position Russlands allen bekannt.

Auf Beziehungen Russlands zu Lettland und Estland angesprochen, sagte Fradkow, dass sie sich dynamisch genug entwickeln. „Für heute war kein Treffen mit dem lettischen Premier geplant. Aber im Rahmen des Ostseerates hatten wir viele interessante Fragen erörtert. Ich möchte, dass wir die vorhandenen Möglichkeiten im Kontext der ökonomischen Entwicklung und der humanitären Zusammenarbeit effektiver nutzen. Möglichkeiten für den Abbau von Schranken, die uns im Wege stehen, sind vorhanden", sagte der russische Ministerpräsident.

Fradkow teilte mit, dass Russland zum 15. April 2005 den Betrieb einwandiger Tankschiffe in der Ostsee einstellen wird. Für Russland sei das kein Problem. „Wir achten Beschlüsse und Standards der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation und werden einen entsprechenden Beschluss fassen. In Russland gibt es nur einige wenige (einwandige) Tankschiffe, die termingerecht ausgemustert werden", versicherte Fradkow. (RIA)

Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013