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08-08-2009 Reisen
Beeline, Hotline, Offline in Russland
Schlecht ist, wenn man sich in Russland mobiles Internet gekauft hat (zur Ersparnis von Rooming-Gebühren), das dann aber von einem Moment auf den anderen nicht mehr funktioniert. So ist das auch uns passiert - heute und beim Anbieter Beeline.



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Nachdem die üblichen Einwählversuche, Löschungen und Neuinstallationen der Software und auch das Ausprobieren auf einem einheimischen Computer oder der SIM-Karte in einem anderen Surfstick kein Ergebnis brachten, riefen wir die Hotline des Anbieters an. So manches kam uns von daheim verdächtig bekannt vor.

Stufe 1: Der Anrufer wird für einen Halbidioten gehalten. "Fahren Sie Ihren Computer runter und wieder hoch" lautete die Anweisung beim ersten Hotline-Anruf. Das hatten wir zwar schon, aber man soll sich ja an alles halten, um irgendwo durch zu kommen. Ergebnis des neuen Neustarts natürlich Null und zweiter Anruf bei der Hotline.

Stufe 2: Es werden Bauernmethoden empfohlen, die zwar nicht funktionieren dürften, aber durchaus könnten. "Stecken Sie die SIM-Karten in ein Handy, registrieren Sie sich dann bei einem falschen Anbieter und dann wieder bei uns. Es wird an der Registrierung liegen" so die Auskunft bei Anruf zwei. Klang gut, durchgeführt, klappte als Vorgang an sich, aber danach beim Internet: Alles unverändert, nichts geht. Also Anruf drei.

Stufe 3: Die Verbindung zum Techniker. Dieser ist zunächst ratlos. Mit der SIM-Karte sei in seinem Display alles in Ordnung. Über 1300 Rubel Guthaben, aktiviert, registriert. Ging das Internet denn schon mal? Ach ja bis gestern? Am gleichen Ort? Und heute nicht mehr? Er kümmere sich darum und rufe wieder an.

Dann passierte erst einmal vier Stunden lang nichts. Währenddessen hektische eigene, erfolglose Reperaturversuche. Dann:

Stufe 4: Der Techniker ruft zurück. Wir sollten mal unseren Virenkiller ausschalten. Gesagt, getan, doch das Internet ging noch immer nicht. "Nun, das Netz bei Ihnen vor Ort dürfte überlastet sein. Versuchen Sie es in den nächsten Stunden immer wieder und wieder. Er rufe dann wieder an. Angesichts der Tatsache, dass wir es ja schon etwa 30 mal versucht hatten, über den ganzen Tag verteilt, keine sehr ermutigende Auskunft.

Nun gehen drei weitere Stunde mit erfolglosen Verbindungsversuchen ins Land. Natürlich hatten wir schon viermal unsere Nummer, unseren Standort und alle brennenden und nicht brennenden Lichter an unserem USB-Stick durchgegeben. Gott sei dank hatten wir es auch an einem anderen Computer versucht, so dass unserer nicht von der Hotline zum Sündenbock abgestempelt werden konnte. [ Roland Bathon / russland.TV ]

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