russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013


28-11-2009 Reisen
Zugunglück in Russland - Viele Tote


Bei einem Zugunglück in Russland sind am Freitagabend mehr als 20 Menschen getötet worden. 25 Menschen seien gestorben, 63 weitere verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf einen Sprecher der örtlichen Staatsanwaltschaft.




Werbung


Auf die Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg wurde möglicherweise ein Anschlag verübt, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax Sicherheitskreise.

Laut Interfax wurde nahe der Gleise ein Krater mit einem Meter Durchmesser entdeckt. Augenzeugen hätten kurz vor dem Entgleisen der Waggons einen Knall gehört. Ein Sprecher der russischen Eisenbahngesellschaft (RJD) sagte Itar-Tass, ein Anschlag als mögliche Unglücksursache werde geprüft. Staatspräsident Dmitri Medwedew habe den Inlandsgeheimdienst FSB und die Generalstaatsanwaltschaft mit Ermittlungen beauftragt, teilte der Pressedienst des Kreml mit. Laut Interfax kamen mehrere Minister zu einer Krisensitzung in Moskau zusammen, am Samstag wollte Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu den Unglücksort besuchen.

Nach Angaben des RJD-Sprechers entgleisten vier Waggons des Newski Express. Das Unglück ereignete sich um 21.34 Uhr Ortszeit (19.34 Uhr MEZ) in der Region Nowgorod im Nordwesten Russlands. In den insgesamt 14 Waggons hätten sich fast 660 Passagiere befunden, meldete Itar-Tass unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium. Zwei Flugzeuge des Katastrophenschutzministeriums brachten den Angaben zufolge ein mobiles Krankenhaus an den Unglücksort sowie Ärzte, Rettungshelfer und Polizisten.

Über die genaue Opferzahl herrschte zunächst Unklarheit. Die Nachrichtenagentur Itar-Tass vermeldete unter Berufung auf einen Sprecher des Katastrophenschutzministeriums zunächst 22 Tote und 55 Verletzte, später dann 22 Tote und 54 Verletzte. Die Nachrichtenagentur Ria-Nowosti berichtete unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle in dem Ministerium zunächst von zehn Toten und 130 Verletzten, später dann von neun Toten und 55 Verletzten.

In der Region war im August 2007 ein Anschlag auf den Newski Express verübt worden. Dabei waren rund 60 Menschen verletzt worden. Wer für die Bombenexplosion nahe der Gleise verantwortlich war, blieb unklar. [ afp/russland.RU ]


Archiv:
2003   2004   2005   2006   2007   2008   2009   2010   2011   2012   2013