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14-07-2004 Reisen
Baikal-Museum eröffnet Großaquarium
Im Baikal-Museum (Listwjanka) wurde ein Großaquarium für die Bewohner des berühmten Sees eröffnet. An seiner Anlegung beteiligten sich Wissenschaftler der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Das Aquarium setzt sich aus mehreren Behältern mit einem Gesamtvolumen von 67 Kubikmetern zusammen, und jeder davon stellt eine natürliche Lebensstätte für eine bestimmte biologische Gemeinschaft des Baikals dar. Zur Übersiedlung wurden sie speziell vorbereitet. Die Bewohner des Baikalsees machten in einem Quarantäneblock eine Adaption und eine spezielle Behandlung durch.

Störe, Renken, die berühmten Baikal-Lachsfische (Omul) und sogar ein Paar Ringelrobben haben sich unter den neuen Bedingungen ganz gut eingelebt. Felsen, Kiselsteine, Sand und Algen imitieren die Unterwasserwelt. Über den Boden kriechen Würmer und alle möglichen Krebstiere, die die Abfälle verarbeiten.

Die Bewohner des Baikalsees sind bei all ihrer Vielfalt eine einzigartige Naturfabrik, die reinstes Wasser produziert. In dem Aquarium sind alle "Arbeiter" und Mechanismen dieser Fabrik vertreten.

Das Wasser im Aquarium wird mehrmals am Tage gewechselt. Ein spezielles Pumpwerk liefert pausenlos kristallklares Baikalwasser aus einer Tiefe von 400 Metern; seine Temperatur beträgt plus 4 Grad C.

"Der Baikalsee ist der größte Reichtum unserer Region", sagt Akademiemitglied Michail Kusmin. "Da erörtern wir, wie unser Erdöl und Erdgas am vorteilhaftesten zu exportieren sei, dabei kosten die Bestände an sauberem Wasser in vielen Ländern mehr als Erdöl. Verteilt man den Umfang des Wassers, das sich aus dem Baikalsee in die Angara (den einzigen Abfluss des Baikals) ergießt, auf alle Bewohner unseres Planeten, so entfallen auf jeden von ihnen 30 Liter. Im Baikal wohnen 2 500 Endemiten, allein in den letzten Jahren haben die Wissenschaftler 1 000 Arten entdeckt."

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