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04-08-2004 Reisen
Tadschikistans Außenministerium will Visapolitik liberalisieren
Das tadschikische Außenministerium bittet die Regierung des Landes um die Liberalisierung ihrer Visapolitik. Wie aus einem Brief des tadschikischen Außenministers Talbak Nasarow hervorgeht, wäre es zweckmäßig, das Visaerteilungs-Verfahren für Staatsbürger einiger Länder zu vereinfachen,

damit bilaterale Handels-, Wirtschafts-, Forschungs- und Kulturbeziehungen mit diesen Staaten ausgebaut werden können. Dabei sollten aber auch nationale Sicherheitsinteressen berücksichtigt werden, hieß es. Die vorgeschlagene Milderung der tadschikischen Visaregelung betrifft Kanada, Südkorea, Malaysia, Singapur, Thailand, Vietnam, Pakistan, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Kuwait, Ägypten, die Türkei, den Iran und Indien.

„Trotz ausgeglichener Beziehungen der Republik mit westlichen und ostasiatischen Ländern" sei die tadschikische Visapolitik gegenüber diesen Staaten unterentwickelt und laufe auf die Isolation hinaus.

„Laut statistischen Angaben ist die Zahl der nach Tadschikistan einreisenden Staatsbürger dieser Länder in den letzten zwei Jahren nahezu um 70 Prozent zurückgegangen. Dementsprechend ist kein Zufluss wichtiger Investitionen aus diesen Ländern zu beobachten", heißt es im Brief des tadschikischen Außenministeriums.

Im Oktober 2003 hatte Tadschikistans Regierung die Vereinfachung der Visaregelung für die Staatsbürger der Europäischen Union, der USA und Japans beschlossen. Das hat nach Einschätzung des Außenministeriums die Erhöhung der Zahl von Joint Ventures und die Eröffnung neuer Vertretungen ausländischer Firmen, insbesondere im Tourismusbereich, bewirkt.

„In der ersten Jahreshälfte 2004 wurden rund 40 neue Gemeinschaftsunternehmen und Vertretungen ausländischer Firmen vom tadschikischen Außenministerium registriert. Dieser Trend könnte entsprechende Maßnahmen gegenüber westlichen und ostasiatischen Ländern veranlassen", betonte Außenminister Nasarow. Sein Brief wurde bereits der Regierung des Landes zur Erörterung vorgelegt, teilte der Sprecher des Außenministeriums, Igor Sattarow, mit. (RIA)

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