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31-12-2010 Reisen
Mit dem iPhone nach Russland


Smartphones – allen voran das iPhone von Apple - werden in Mitteleuropa immer beliebter. Auch als Reisebegleiter nach Russland eignen sie sich hervorragend, wenn man sich vor und während der Reise die richtige Zusatzausrüstung besorgt.




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Einige sinnvolle Features kann man sich schon vor dem Trip zulegen. Wer sein Smartphone intensiv nutzt und viel unterwegs ist, wird bald mit dem Problem des leeren Akkus ohne Steckdose in der Nähe konfrontiert werden. Hier lohnt sich die Anschaffung eines netzunabhängigen Ladegerätes, das man daheim oder im Hotel mit Strom befüllen kann und diesen dann überall unterwegs an ein ausgelaugtes Handy weitergibt. Ein Beispiel ist der handliche Mobile Power Pack des Herstellers Just Mobile, mit dem sich ohne externe Stromquelle ein iPhone zweimal komplett voll laden lässt, bis der Power Pack leer ist. Zum eigenen Laden und Befüllen des Handys gleichermaßen nutzt das Gerät USB-Ports und ist deswegen zusammen mit zahlreichem anderen Zubehör nutzbar, wie dem Standard-Ladekabel des iPhone oder jedem PC. Ladekabel mit Netzstecker passen übrigens dann in russische Steckdosen, wenn es sich um die flachen Eurostecker handelt, Schuko-Stecker benötigen manchmal Reiseadapter. Ebenfalls praktisch sind für Autoreisende natürlich entsprechende, allgemein erhältliche Adapter für den Zigarettenanzünder. Russische Zigarettenanzünder ist mit mitteleuropäischen baugleich.

Auch an sinnvoller Software, den berühmten Apps, lässt sich einiges besorgen. Zwar sind die elektronischen Reiseführer noch nicht zu 100% ausgereift (siehe russland.TV-Film „Moskau als App“), jedoch funktioniert „Navigon Russia“ ausgezeichnet sowohl für Fußgänger als auch für Autofahrer. Wer länger oder auf eigene Faust in Russland unterwegs ist, sollte sich diesen Könner zulegen, trotz des nicht gerade günstigen Preises. Man wird sich nicht mehr auf Dauer verlaufen oder verfahren. Einen ausführlichen Video-Testbericht erstellt russland.TV gerade auf der Wintertour, der dann im Januar die App in Filmform näher vorstellen wird.

Bei Übersetzungs- und weiterer Sprachsoftware ist es – im Gegensatz zu Navigon – meist notwendig, eine ständige Verbindung zum Internet zu haben. Keines der halbwegs günstigen Programme hat einen umfangreichen Wortschatz komplett auf dem Gerät gespeichert. Doch für einen Kanal ins Netz für das Smartphone kann man sorgen, wenn man kein Modell mit SIM-Lock besitzt.

Denn russische Preipaid-SIM-Karten sind dort günstig und allerorten zu erwerben. Etwas aufpassen muss man nur bei der Wahl des Netzes, wenn man auf seiner Reise große Metropolen verlassen will. Nicht jeder günstige Moskauer Anbieter hat auch bis in das letzte Dorf in der Provinz Handymasten gebaut. Landesweit recht gut ausgebaut sind die Netze der beiden großen Traditionsmarken MTS und Beeline. Hierbei haben wir – ohne gesicherte statistische Grundlage – ein wenig den Eindruck, MTS ist in der Fläche besser verfügbar, bei Beeline ist dafür der 3G-Standard häufiger erhältlich, auch in kleineren Städten. Auch Prepaid-Surfsticks gibt es übrigens zu kaufen, mit denen sich auf dem eigenen Windows- oder Mac OS X-Notebook wunderbar surfen lässt.

Wo man seine SIM kauft, ist übrigens ebenfalls von Bedeutung, denn bei den uns bekannten russischen Anbietern zahlt man auch innerrussischen eine Roaming-Gebühr, wenn man sie außerhalb des Oblast bzw. der Republik nutzt, in der man sie gekauft hat. Also nicht bei einem Zwischenstop in Moskau schnell eine SIM-Karte erwerben, wenn man eigentlich in Sibirien unterwegs sein will. Aufladen lässt sich jede SIM übrigens an bis in die Provinz herumstehenden Handyladeautomaten.
Diese findet man meistens in Geschäften, aber auch an Bahnhöfen und in Flughäfen. Man wählt Anbieter, eigene Rufnummer und schiebt den Aufladebetrag in Bargeld ein. Wenig später ist er auf dem Konto gut geschrieben. Problematisch ist dabei lediglich, dass die Automaten außerhalb von Touristenmetropolen ausschließlich auf Russisch funktionieren und nur dort Kreditkarten oder ähnliches akzeptieren.
Sobald man die russische SIM-Karte hat, lässt sich das iPhone via Skype auch für günstige Gespräche nach Hause nutzen. Wenn man "gewöhnliche" Telefone anrufen will, sollte man aber nicht vergessen, sich ein entsprechendes Kontoguthaben zuzulegen.

So sind also iPhone und Co mit der richtigen Zusatzausrüstung gute Reisebegleiter auf den Weg in die Weiten zwischen Kaliningrad und Kamtschatka. Was man auf vielen Smartphones noch per Hand einstelle muss, bevor der Surfspaß los geht, die berühmte APN und Login-Daten, haben wir für eine Auswahl russischer Anbieter hier am Ende unserer Einführung in die Handy-Nutzung in Russland zusammen gestellt:
Beeline und Motiv (läuft über Beeline) – APN internet.beeline.ru – User: beeline – Passwort: beeline

MTS – APN internet.mts.ru – User: mts – Passwort: mts Primetel – APN internet.primetel.ru – User: (keiner) – Passwort (keines) NTC – APN internet.ntc – User: (keiner) – Passwort (keines)

Megafon: APN regional unterschiedlich, z.B. Megafon Siberia internet.sib oder Wolgaregion internet.volga – User: (keiner) – Passwort (keines)

Roland Bathon, russland.TV – Russland hören und sehen, aktuell auf Tour im Ural; Roland Bathon ist Auto des Buchs "Russland auf eigene Faust", nähere Infos auch unter www.buecher.nachrussland.de
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