Besucherrekord bei Moskauer Luft- und Raumfahrtsalon
(Moskau)
Mit nahezu 700.000 Besuchern war der 6. Moskauer Luft- und Raumfahrtsalon in Schokowski nahe der russsichen Hautpstadt die weltweit meistbesuchteste Ausstellung ihrer Art in diesem Jahr. An den vergangenen sechs Tagen zeigten russische wie ausländische Firmen und Organisationen Zahlreiche Neuentwicklungen der zivilen und militärischen Luft- und Raumfahrtechnik.
Die Veranstalter konnten auch mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Veranstaltung sehr zufrieden sein. Wie der der stellvertretende Leiter des Organisationskomitees, Valerij Vosboinikow vor Journalisten erklärte, seien allein für das kommende jahr Verträge im Wert von fünf Milliarden Dollar abgeschlossen worden. So orderten die einheimischen Fluggesellschaften Aeroflot, Transaero und Pulkovo mehrere Dutzend Verkehrsflugzeuge der Typen TU 134 und TU 204/300, während mit Vertretern aus Lateinamerika, Asien und Afrika über die Lieferung neuer Waffen und die Erneuerung des vorhandenen Bestandes verhandelt wurde.
Der stellvertretende Chef der russischen Raumfahrtagentur Rosaviakosmos, Nikolai Moiseev, verantwortlich für die Entwicklung der Weltraumtechnik, teilte mit dass auf der Ausstellung mit Repräsentanten aus über dreißig Staaten Gespräche geführt worden seinen, vor allem zur Internationalen Raumstation ISS, zur weltweiten satellitengestützten Navigation, neuen Startsystemen für Raumflugkörper und zur Kontrolle der Erdoberfläche. Mit der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) seien im Rahmen des Projektes „Tichora“ Verträge über Raketentriebwerke abgeschlossen worden.
An dem umfangreichen Flugprogramm nahmen Staffeln aus den USA, Italien, Frankreich und Russland teil.
Die Veranstaltung war von außerordentlich scharfen Sicherheitsmaßnahmen begleitet. So wurden insgesamt 250.000 Autos kontrolliert und Zehntausende sicherheitsgefährdende Gegenstände beschlagnahmt. Die Veranstaltungsleitung stellte in diesem Zusammenhang fest, dass es zu keinem außergewöhnlichen Zwischenfall gekommen sei.