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27-08-2003 Wirtschaft
Germania geht nach Russland
Berliner Fluggesellschaft eröffnet neue Fluglinie nach Moskau
Der 26.August scheint ein Jähn-Tag zu sein. An diesemTag im Jahre 1978 flog Siegmund Jähn als erster Deutscher mit dem russichen Raumschiff Sojus 31 in den Weltraum. Genau 25Jahre später steuerte Sieghard Jähn eine Fokker F100 der Germania Fluggesellschaft beim Jungfernflug nach Moskau.Die Berliner haben damit ihren bisherigen 68 Flugzielen eine weitere Destination hinzugefügt.

Allerdings war es für Jähn nicht die erste Dienstreise in die russische Metropole. "Schon vor 15 Jahren bin ich diese Strecke geflogen. Damals allerdings noch für die Interflug der DDR. Seither hat sich in Moskau sicher viel verändert.Zeit für eine Stadtbesichtigung haben der Käptn und seine Crew aber nicht. Nur zwei Stunden nach der Ankunft auf dem Flughafen Moskau Domodedowo ging die Reise zurück aus der russischen in die deutsche Hauptstadt.

Auf dem Moskauer Flugfeld nimmt sich die kleine Maschine mit einer Länge von gerade mal 35,5 M, einer Höhe von 8,63 m und einer Spannweite von 28,08m zwischen den gewichtigen Linern vom Schlage der Boeing, Airbus oder Tupolew noch nicht gerade erwachsen aus. Aber der City Hüpfer mit seinen 100 Sitzplätzen steht den großen Schwestern in nichts nach. Mit einer Reisegeschwindigkeit von durchschnittlich 765km/h in einer Reisehöhe von etwa 11.000m bewältigt die F100 die 2000 Kilometer zwischen Berlin und Moskau in rund zweieinhalb Stunden.

Der Innenraum ist erstaunlich geräumig, die Beinfreiheit größer als sonst in der Economy-Class üblich. "Die Maschine wurde bei Fokker in Holland generalüberholt" erläutert Claudia Löffler, Pressesprechin des Veranstalters Germania Express, "wie auch alle anderen Flugzeuge dieses Typs, die wir vor kurzem erworben haben. Denn trotz unseres niedrigen Flugpreises gehen wir in puncto Sicherheit keine Kompromisse ein." Wie bei Germania üblich, ist der Ticketpreis eine "Schnapszahl" - 111 Euro pro Strecke. "Diesen Preis garantieren wir allen unseren Kunden an jedem Flugtag. Unser konsequentes Fixpreissystem unterscheidet uns von vielen anderen Gesellschaften." Feste Preise gelten auch für die Verpflegung an Bord: Kaffee, Tee, Saft, Wasser, Sandwich - alles kostet einen Euro. "Auch wenn wir kein Menü aus der Mikrowelle anbieten, muss niemand hungern", versichert Flugbegleiterin Cathrin Schröder. Aber im Grunde genommen sind die 150 Flugminuten auch ohne zusätzliche Kalorienzufuhr problemlos zu überstehen. Kleinere Schwierigkeiten, zum Beispiel beim Bezahlen mit einer anderen Währung als Euro, lassen sich vermutlich kurzfristig lösen.

Germania Express will Moskau von Berlin und München aus, je fünfmal in der Woche, montags bis freitags, anfliegen. Dabei ist auch der Flughafen Domodedowo eine gute Wahl, denn von dort aus sind die Passasgiere mit einem speziellen Airport-Express in einer halben Stunde im Moskauer Zentrum.

Die Tickets können über die Internetseite von Germania-Express www.gexx.de, über die Hotlines 01805 737100 sowie in Reisebüros gekauft werden.

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"Ich freue mich sehr über diese neue Flugverbindung", sagt Jens Peinkofer, der in Moskau für ein deutsches Untrernehmen tätig ist und deshalb oft zwischen beiden Ländern pendelt. "Wenn in Moskau aktiver und in russischer Sprache geworben wird und die Tickets dort auch gegen Bargeld verkauft werden, wird die neue Fluglinie großen Erfolg haben. Ich werde sie auf jeden Fall weiter nutzen."

Während für Siegmund Jähn seine Dienstreise im All eine ganze Woche dauerte, war für Namensvetter Sieghard um 18 Uhr in Berlin Tegel Feierabend. Wann er das nächste Mal nach Moskau fliegt, ist ungewiss. "Morgen geht es nach Lissabon", weiß er. Aber vielleicht spediert ihm seine Fluggesellschaft mal übers Wochenende ein Ticket nach Moskau...(hh/gg/.RU)

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