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11-03-2010 Schlagzeilen
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Nach Strassensperre in Moskau droht Staatsduma Russlands mit Konsequenzen |
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Mit fragwürdigen Methoden bei der Verbrecherjagd hat die ohnehin in die Kritik geratene russische Polizei neue Empörung ausgelöst. Der Autofahrer Stanislaw Sutjagin hielt den Vorfall am Freitag mit seiner Kamera fest und stellte das Video ins Internet, wie am Mittwoch bekannt wurde.
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Er sei mit seinem Wagen auf einer Moskauer Umgehungsstraße (MKAD )unterwegs gewesen, als er und andere Autofahrer von Verkehrspolizisten angewiesen worden seien, sich quer auf die Fahrbahn zu stellen. Eine Begründung gab es laut Sutjagins Ausführungen nicht. Sekunden später sei ein flüchtiger Krimineller mit großer Geschwindigkeit herangerast und habe sein Auto und weitere Fahrzeuge beschädigt. In einem Wagen habe eine schwangere Frau gesessen.
"Ein präzedenzloser Fall. Sie missbrauchten PKW-Lenker als lebende Schutzschilder", so der erste stellvertretende Leiter des Duma-Ausschusses für Sicherheitsfragen, Michail Grischankow.
Die Polizisten hätten erklärt, es gebe keinen finanziellen Ausgleich für die Schäden am Auto, da der bewaffnete Täter entkommen sei. Die Autofahrer seien als lebende Schutzschilde missbraucht werden, sagte Sutjagin in dem Videospot. "Ist unser Leben in unserem Land wirklich nichts wert?", fragte er.
Mitglieder des russischen Unterhauses forderten Fernsehberichten zufolge eine Erklärung von der Polizei. "Der Zynismus und die Gedankenlosigkeit dieser Beamten hat Menschenleben aufs Spiel gesetzt", Grischankow dem Fernsehsender NTW.
Staatsduma will ermitteln
Am heutigen Donnerstag findet eine Sondersitzung des Ausschusses der Staatsduma Russlands für Verkehrsfragen statt. Auf der Tagesordnung stehen Fragen um die jüngsten skandalösen Zwischenfälle auf der Moskauer Ringstraße (russische Abkürzung: MKAD) und auf dem Gagarin-Platz. An der Sitzung nimmt der Chef der Moskauer Verkehrspolizei (GIBDD), Sergej Kasanzew, teil, so der Vorsitzende des Duma-Ausschusses für Verkehrsfragen, Sergej Schischkarjow.
Russische Parlamentarier sind empört über den Zwischenfall vom 5. März dieses Jahres, der sich auf der MKAD in der Nähe der Jaroslawskoje Chaussee ereignete.
Der offizielle Sprecher des Untersuchungsausschusses bei der Staatsanwaltschaft Russlands, Wladimir Markin, informierte seinerseits über die Einleitung eines Strafverfahrens gegen die GIBDD- Angehörigen.
Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung stehen auch Fragen um den Verkehrsunfall vom 25. Februar. Auf dem Gagarin-Platz in Moskau kam es zu einem Zusammenstoß eines Mercedes und eines Citroens. Zwei Insassinnen des Citroen, die Ärztinnen Vera Sidelnikowa und Olga Alexandrina, verunglückten tödlich. In den Autounfall wurde der Vize-Präsident von LUKOIL, Anatoli Barkow, verwickelt. Er saß im Mercedes. Die Kriminalpolizei ermittelt.
[ russland.RU ]
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