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18-03-2010 Schlagzeilen
Wintershall trotz Wirtschaftskrise auch in Russland auf Wachstumskurs
In einem allgemein schwächeren Wirtschaftsumfeld ist der größte, international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent weiter auf Wachstumskurs.



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„Die Wintershall steht auch in der nächsten Dekade für weiteres Wachstum. Die Weichen für den Wachstumskurs sind bereits gestellt“, kündigte Dr. Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender der Wintershall, am Donnerstag (18.03.2010) anlässlich des Jahrespressegespräches des Unternehmens in Kassel an. „Bei der zukünftigen Versorgung Europas übernehmen Norwegen und Russland eine entscheidende Rolle. Und genau hier spielen wir unsere Stärken aus.“ So soll nach den deutlichen Produktionssteigerungen in den vergangenen Jahren die Förderung von Erdöl und Erdgas bis zum Jahresende 2010 auf 140 Millionen BOE weiter ausgebaut werden.

In Norwegen ist Wintershall nach der erfolgreichen Integration der Revus Energy ASA mit rund 50 Lizenzen und 19 Betriebsführerschaften einer der größten Lizenznehmer. Damit ist eine Basis für weiteres Wachstum in der Nordsee gelegt. „Bereits mit der ersten eigenoperierten Explorationsbohrung ‚Grosbeak’ sind wir jetzt vor der Küste Norwegens auf bedeutende Vorkommen gestoßen. Zusätzliche Bohrungen mit Partnern haben weiteres Öl und Gas nachgewiesen“, sagte der Wintershall- Vorstandsvorsitzende. Auch

Auch in Russland ist Wintershall offen für neue Projekte. „Unsere erfolgreiche Gasförderung mit Gazprom etwa im Achimgaz-Projekt in Sibirien bildet eine gute Grundlage für weitere Aktivitäten in Russland“, erklärte Seele: Die Kombination modernster Technik und innovativer Fördermethoden zur verbesserten Ausbeute von immer komplexeren Lagerstätten ist die Qualität, auf die Wintershall erfolgreich baut. Das mache Wintershall im weltweiten Wettlauf um die Ressourcen zu einem begehrten Partner.

Exploration und Produktion weltweit verstärkt

Die Aktivitäten in Russland haben auch 2009 maßgeblich zum Unternehmenserfolg der Wintershall beigetragen. Die Steigerung der Wintershall-Gesamtproduktion um vier Prozent im vergangenen Jahr ist vor allem der deutsch-russischen Zusammenarbeit in Westsibirien zu verdanken. „Im Feld Juschno Russkoje, an dessen wirtschaftlichem Erfolg Wintershall über Severneftegazprom mit 35 Prozent beteiligt ist, haben wir früher als geplant bereits Mitte des vergangenen Jahres die Plateauförderung erreicht. Alle 142 Produktionsbohrungen sind in Betrieb“, berichtete Seele.

Auch das zweite Projekt, die Förderung aus einem Teilbereich des tiefliegenden Achimov-Horizonts des Urengoi-Feldes, an der wir mit 50 Prozent beteiligt sind, läuft erfolgreich: Alle geplanten sechs Pilot-Bohrungen in der schwierig zu erschließenden Lagerstätte bei Nowy Urengoi sind erfolgreich in Betrieb.

Neben dem Ausbau der Förderung in Russland konnte 2009 vor allem das Engagement in Norwegen gestärkt werden. Die Eröffnung des Hauptsitzes der Wintershall Norge in Stavanger ist ein weiterer Schritt, bei der Umsetzung der Wintershall-Strategie zu einem der bedeutendsten Betriebsführer auf dem norwegischen Festlandsockel zu werden. „Auf Grund der großen Öl- und Gasvorkommen und der bestehenden Anbindung an die westeuropäischen Märkte ist Norwegen neben Russland der wichtigste Lieferant Europas“, erläuterte Seele.

Wintershall hält an Ausbau der Infrastruktur fest

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hält Wintershall an ihren Investitionsprojekten fest. Mit dem für April geplanten Baustart der Nord- Stream-Pipeline von Russland durch die Ostsee an die deutsche Küste und die daran anschließenden Onshore-Projekte wird die Vernetzung der Infrastruktur erheblich verstärkt.

Das Nord-Stream-Projekt wird durch den zusätzlichen Transport von Erdgas nach Europa das Transitrisiko verringern und die Versorgungssicherheit nachhaltig verbessern. Die Nord Stream AG, an der Wintershall mit 20 Prozent beteiligt ist, hat die Vorbereitungen für den Pipelinebau vorangetrieben und inzwischen in allen durch die Trasse tangierten Anrainerstaaten – Dänemark, Schweden, Russland, Deutschland und Finnland – die erforderlichen Genehmigungsverfahren abgeschlossen.

Nach dem Abschluss des Planfeststellungsverfahrens im südlichen Teil Brandenburgs liegen nun Genehmigungen in den Ländern Mecklenburg- Vorpommern, Brandenburg und Sachsen für die Anbindungsleitung OPAL vor. Der Bau der OPAL hat im Spätsommer 2009 bereits in den Bundesländern Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern begonnen. Auf knapp 190 Kilometern der Leitungstrasse ist bereits der Mutterboden abgetragen worden, über 50 Kilometer Pipelinerohre sind verschweißt und mehr als 30 Kilometer Rohrstränge schon verlegt.

Mittlerweile wird auch in Brandenburg gebaut. Die zweite Anbindungsleitung an die Nord Stream, die von Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen führende NEL, befindet sich gerade im Planfeststellungsverfahren. Rund 300 Millionen Euro investierten WINGAS und ihre Tochtergesellschaften in Pipeline- und Speicherausbau im zurückliegenden Jahr. 2010 werden es bereits knapp 600 Millionen Euro sein.

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