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Spätaussiedler protestieren gegen Migranten

Foto: TV-Screenshot
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[Von Florian Rötzer] – Ein über russische Medien verbreitetes Gerücht über eine Vergewaltigung zündet nicht nur bei der NPD, sondern vor allem auch bei Russlanddeutschen.

In einigen Städten Bayern und Baden-Württemberg sind am Sonntag um die 3000 Russlanddeutsche auf die Straße gegangen, um gegen Zuwanderung und „Ausländergewalt“ zu demonstrieren, auch in Nürnberg und Erlangen. Gefordert wurde „mehr Sicherheit“ und „Respekt für die deutsche Kultur“. Obgleich schon von der Polizei richtiggestellt, gehen die Einwanderer aus den 1990er Jahren davon aus, dass neue Ausländer Mädchen vergewaltigen. Nach Köln scheint alles möglich. Und da meinen denn die Russlanddeutschen, sie müssten gegen Einwanderungspolitik und gegen „nicht integrierbare“ Muslime protestieren.

Vorangegangen war am Samstag eine Demonstration von 700 Menschen in Berlin vor dem Kanzleramt. Auch RTDeutsch berichtete und spielte auf der Klaviatur der Ressentiments: „Spätestens seit der Silvesternacht in Köln herrscht eine zunehmende Besorgnis und Unsicherheit darüber, ob die Polizei ihrer Schutzaufgabe wirklich noch gerecht werden kann und ob unter den vielen Flüchtlingen, die Deutschland aufgenommen hat, potenzielle Kriminelle oder Vergewaltiger sind, die als „tickende Zeitbomben“ hier frei herumlaufen. Unter den Demonstranten waren viele Russlanddeutsche, aber auch Deutsche. Auf den Plakaten waren Slogans wie ‚Lisa wir sind mit dir‘ und ‚Wir sagen Nein zu Gewalt‘ zu lesen.“

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