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09-08-2005 U-Boot Drama im Pazifik
Staatsanwaltschaft: Missstände bei Vorbereitung des Tauchgeräts AS-28 zum Einsatz festgestellt
Die Staatsanwaltschaft hat bei ihrer einleitenden Inspektion zur Vorbereitung und dem Einsatz des Tauchgeräts AS-28 "Pris" festgestellt, dass Amtspersonen in ihren Handlungen Vorschriften verletzt haben.

Wie die Militärstaatsanwaltschaft der Pazifikflotte feststellte, lieferten die ermittelten Missstände einen Grund für die Einleitung eines Strafverfahrens. "Das Strafverfahren wurde von der Militärstaatsanwaltschaft der Pazifikflotte am 6. August wegen Fahrlässigkeit eingeleitet", heißt es in der Mitteilung.

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U-Boot Drama im Pazifik – Drei Tage dauerte das Bangen um die sieben Besatzungsmitglieder des Tauchbootes "Pris". Sonntag früh Moskauer Zeit kam die Nachricht der glücklichen Rettung. russland.RU hat in einem Schwerpunkt die Rettung mit allen ihren Problemen chronologisch zusammengefasst. ...
Beschlagnahmt wurden alle notwendigen Unterlagen "vom Zeitpunkt der Fertigstellung des Tauchgeräts bis zum heutigen Tag", die jetzt studiert werden, hieß es.

"Die Ermittlung klärt die Ursachen und Bedingungen, die zur Havarie des Tauchgeräts geführt haben", teilt die Militärstaatsanwaltschaft mit. "Geplant sind 12 diverse Gutachten."

Roman Kolbanow, erster Stellvertreter des Staatsanwalts der Pazifikflotte, teilte mit, dass zum Komplex dieser Maßnahmen auch eine Untersuchung des technischen Zustands der Rettungsmittel der Pazifikflotte und eine Analyse von Handlungen der Amtspersonen bei der Rettungsoperation vorgenommen werden.

Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wird auch eine medizinische Untersuchung zwecks Feststellung eventueller Folgen der außerordentlichen Situation für die Besatzungsmitglieder des Tauchgeräts vorgenommen.

Auf Anweisung des Hauptmilitärstaatsanwalts wurde eine 20-köpfige Ermittlungsgruppe für dieses Verfahren gebildet.

Die Ermittlungen werden gleichzeitig in Moskau, Sankt Petersburg, Nischni Nowgorod, Wladiwostok und Petropawlowsk-Kamtschatski vorgenommen.

Der Vorfall mit dem Tauchgerät in der Berjosowaja-Bucht des Beringmeeres war am 4. August bekannt geworden. Das Tauchgerät hatte sich in rund 200 Meter Tiefe in Fischernetze, Trossen und Schläuche verwickelt und konnte nicht auftauchen.

Die Rettungsoperation dauerte drei Tage. Dank dem Einsatz des unbemannten britischen Apparats Super Scorpio, der das Tauchgerät befreite, konnte die AS-28 am Sonntagnachmittag Ortszeit wieder auftauchen.(RIA)