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16-08-2005 U-Boot Drama im Pazifik
Staatsanwaltschaft untersucht den Fall "Tiger"
Die Militärstaatsanwaltschaft Russlands ermittelt im Strafverfahren wegen des Zwischenfalls mit dem ferngesteuerten Tauchgerät Tiger der Nordflotte, das bei der Untersuchung des U-Bootes K-159 gesunken war. Das wurde heute der RIA Nowosti von der Militärstaatsanwaltschaft der Pazifikflotte mitgeteilt.

Der kleindimensionale Apparat Tiger im Werte von etwa 12 Millionen Rubeln ging im August 2003 in der Barentssee bei der Untersuchung des U-Bootes K-159 verloren, das beim Abschleppen in die Stadt Poljarny (Nordwesten Russlands) zur Verschrottung versank. Von zehn Besatzungsmitgliedern des U-Bootes kamen neun ums Leben.

Heute leitete die Militärstaatsanwaltschaft der Pazifikflotte Strafverfahren wegen Fahrlässigkeit gegen den Kapitän des Rettungsschiffes "Georgi Kosmin" ein, das an der Rettung des Bathyskaphes AS-28 im Beringmeer an der Küste Kamtschatkas im August dieses Jahres teilgenommen hatte.

Wie aus der Militärstaatsanwaltschaft verlautete, wurde das ferngesteuerte Tauchgerät Venom, das nach der Katastrophe mit der Atom-U-Boot "Kursk" erworben worden war, im Ergebnis nichtprofessioneller Handlungen am ersten Tag der Durchführung der Operation zur Rettung der Besatzung der AS-28 beschädigt und außer Betrieb gesetzt.

Nach einer vorläufigen Schätzung von Experten beträgt der Schaden einige Millionen Rubel.

Der Bathyskaph AS-28 mit sieben Besatzungsmitgliedern verfing sich am 4. August in der Bucht Berjosowaja im Beringmeer in einer Tiefe von fast 200 Metern in einem Fischernetz, Seilen und Schläuchen. Für die Rettungsoperation waren drei Tage und Hilfe britischer Spezialisten erforderlich, die mit Hilfe des Tauchroboters Scorpio alle Fesseln durchschnitten, die den Batyhskaph festhielten. (RIA)