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05-09-2005 U-Boot Drama im Pazifik
Marine-Chef in Russland nach Debakel bei Rettung von Mini-U-Boot entlassen
Einen Monat nach der dramatischen Rettung eines verunglückten russischen Mini-U-Boots im Pazifik durch britische Spezialisten hat Präsident Wladimir Putin personelle Konsequenzen gezogen.

Marinechef Wladimir Kurojedow sei abgelöst und durch seinen bisherigen Stellvertreter Wladimir Massorin ersetzt worden, hieß es in einer am Sonntag verbreiteten Erklärung des Kreml.

Bei einem Treffen mit Kurojedow, Massorin und Verteidigungsminister Sergej Iwanow beklagte Putin Pannen bei der Marine: "Es gab schwierige Zwischenfälle, Tragödien, wir alle wissen davon." Das jüngste U-Boot-Unglück sowie den Untergang des U-Boots "Kursk" mir 118 Toten vor fünf Jahren erwähnte Putin dabei nicht ausdrücklich. Den sieben vor einem Monat geretteten Besatzungsmitgliedern verlieh er Orden.

Ein Grund für Kurojedows Ablösung wurde offiziell nicht genannt. Putin würdigte die Leistung des Flottenadmirals bei der Neuordnung der russischen Marine. Diese sei "nicht in bester Verfassung" gewesen, als Kurojedow 1997 die Führung übernommen hatte.

bei russland.RU
U-Boot Drama im Pazifik – Drei Tage dauerte das Bangen um die sieben Besatzungsmitglieder des Tauchbootes "Pris". Sonntag früh Moskauer Zeit kam die Nachricht der glücklichen Rettung. russland.RU hat in einem Schwerpunkt die Rettung mit allen ihren Problemen chronologisch zusammengefasst. ...
Der neue Marinechef Massorin sagte, dass die Rettung des Mini-U-Boots durch einheimische Spezialisten an der Inkompetenz der Marine gescheitert sei. Die Marine habe schließlich auf britische Experten zurückgreifen müssen, weil die eigene Ausrüstung durch "Nachlässigkeit" beschädigt worden sei. Das russische Bergungsgerät habe zwar bereitgestanden, sei bei dem Einsatz aber kaputt gegangen.

Das Mini-U-Boot hatte sich vor einem Monat mit sieben Männern an Bord in 190 Metern Tiefe in Kabeln und Seilen verfangen und saß daraufhin mehr als 75 Stunden fest. Der britische Spezialroboter Scorpio 45 schnitt das havarierte U-Boot schließlich unter Wasser frei.