Ukraine hofft auf erfolgreichen EM-Auftakt

(von Jürgen Mayer) Kiew. Heute beginnt auch für die Ukraine die Europameisterschaftsendrunde 2012. Austragungsort der Partie Ukraine gegen Schweden ist das Olympiastadion in Kiew. Beide Mannschaften vermeldeten im Vorfeld keine verletzungsbedingten Ausfälle.

Auch der wohl größte Fußballstar des Landes, Andrej Schewtschenko, meldete sich fit für das Auftaktmatch. Lange Zeit stand ein großes Fragezeichen hinter einem Einsatz des ehemaligen AC-Mailand-Profis. In dieser Saison kam der Stürmer aufgrund von Verletzungen gerade mal auf 20 Einsätze für seinen Klub Dynamo Kiew. Der einstige Angreifer von Weltklasseformat kündigte bereits im Vorfeld des Turniers an, seine Nationalmannschaftskarriere nach dem Großereignis an den Nagel zu hängen.

 

Bislang traf die Ukraine erst dreimal auf die Schweden. Die Bilanz gestaltet sich aufgrund je eines Sieges und einem Unentschieden mit einem Torverhältnis von 2:2 sehr ausgeglichen, was auch die Verteilung der Favoritenrolle bei online Wetten erschwert. Der schwedische Nationaltrainer Erik Hamren sieht die Ukraine aber aufgrund des Heimvorteils in der Favoritenrolle, auch wenn die Wetten leicht für die Schweden sprechen. Gegen den Co-Gastgeber werden die Skandinavier aber dennoch mit einer verstärkten Abwehr antreten und in der Offensive voll und ganz auf Superstar und Kapitän Zlatan Ibrahimovic vertrauen.

 

Aber auch ein Anderer könnte sich gegen die Ukraine in den Vordergrund spielen. Als einer der jüngsten Spieler im Kader der Schweden ist Martin Olsson einer der großen Hoffnungsträger des Landes. Seine letzten Auftritte für sein Land wie auch für seinen Klub haben gezeigt, welches Potenzial in dem 23-Jährigen steckt. Die Zeit für den Flügelflitzer dürfte bei der EURO 2012 gekommen sein.

 

Bei der Ukraine wird es vor allem darauf ankommen, ob Anatoli Timoschtschuk die Zügel wie gewohnt in die Hand nehmen wird. 2011 wurde der Defensivspezialist zum besten ukrainischen Fußballer aller Zeiten gewählt. Der Spieler des FC Bayern ist sicherlich kein Mann für die großen Geniestreiche, dafür gilt er als ausgesprochen guter Stratege und ist zudem sehr ballsicher. Darüber hinaus ist er aufgrund seiner enormen Zweikampfstärke variabel einsetzbar. So spielte er bei den Münchnern zuletzt meist in der Innenverteidigung. Trainer Oleg Blochin wird seinen wohl effektivsten Spieler aber auf der Position im zentraldefensiven Mittelfeld bringen.

 

Mit Frankreich und England haben die Ukrainer noch ein schweres Restprogramm vor sich. Deshalb wäre ein Sieg gegen die Schweden im Hinblick auf die Qualifikation für das Viertelfinale umso wichtiger. Dass der Heimvorteil kein Garant für ein erfolgreiches Abschneiden in der Gruppenphase ist, zeigte die letzte Europameisterschaft deutlich. Sowohl Österreich als auch die Schweiz mussten sich nach nur drei Spielen aus dem Turnier verabschieden.