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14-03-2005 Umfrage & Statistik
Im vergangenen Jahr verschlechterten sich die Popularitätswerte Kasjanows spürbar
Das Jahr, welches der russische Ex-Premierminister Michail Kasjanow außerhalb der großen Politik verbrachte, wirkte sich negativ auf seine Popularitätswerte in Russland aus. Der Anteil der Personen, die ihn schätzen, ging auf die Hälfte zurück, und zwar von 25 Prozent auf 13 Prozent.

Dem gegenüber stieg die Zahl derer, die ihn ablehnen, unbedeutend von 10 auf 13 Prozent.

Davon zeugen Angaben einer repräsentativen gesamtrussischen Meinungsumfrage des Fonds Öffentlichkeit in 100 Ortschaften aus 44 Regionen des Landes nach der Methode der Befragung am Wohnort, die im Zeitraum 5. - 6. März unter 1.500 Respondenten durchgeführt wurde. Der Befragung stellten sich zusätzlich 600 Einwohner Moskaus. Die statistische Fehlerquoten derartiger Umfragen bleiben in den Grenzen von 3,6 Prozent.

Rückblickend wird die Politik der Regierung Michail Kasjanow bedeutend weniger geschätzt als zum Zeitpunkt seines Rücktritts im Frühjahr 2004. Heute meinen lediglich 18 Prozent der Befragten, dass sie erfolgreich war. Der gegenteiligen Auffassung sind 39 Prozent. Vor einem Jahr betrugen die entsprechenden Kennzahlen jeweils 33 Prozent und 32 Prozent.

Mit dem wachsenden Abstand zu Kasjanows Amtszeit als Premierminister kann auch das folgende Paradox erklärt werden. Die Zahl derer, die meinen, dass der heutige Premierminister, Michail Fradkow, seinen Amtspflichten als Regierungschef mehr entspricht als sein Vorgänger, wächst in der letzten Zeit. Im Dezember vergangenen Jahres waren es 12 Prozent gegenüber 16 Prozent zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Gleichzeitig fallen die Popularitätswerte der Regierung insgesamt. 22 Prozent der Befragten meinten im Dezember, sie bewältigt ihre Aufgaben nur schlecht (27 Prozent im März), während die Zustimmung von 9 Prozent auf 6 Prozent zurückging. (RIA)