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19-10-2005 Umfrage & Statistik
Mit Frauen gegen Korruption in Russland
Ein höherer Anteil von Frauen in führenden Positionen würde dabei behilflich sein, den Stand der Korruption in Russland zu senken. Diese Meinung äußerte Kristalina Georgieva, Direktorin der ständigen Vertretung der Weltbank, in Russland.

"Wenn wir gegen die Korruption angehen wollen, so gilt es, den Anteil der Frauen in führenden Positionen zu erhöhen. Es ist für die ganze Welt kennzeichnend: Je mehr Frauen, desto weniger Bestechung", sagte Georgieva am Dienstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Russland.

Laut Angaben einer Reihe von Studien geht die Zahl der Bestechungen mit der Besetzung führender Posten mit Frauen im Durchschnitt um 10 Prozent zurück, in Russland sogar um 15 Prozent, teilte sie mit.

Die Stellung der russischen Frauen in der Wirtschaft charakterisierte Georgieva dahingehend, dass der Lohn der Frauen, ungeachtet des guten Zugangs für sie zu Arbeitsplätzen viel niedriger als bei Männern ist. Die russischen Frauen erhalten heute durchschnittlich 63 Prozent des Lohns der Männer. Vor einigen Jahren belief sich diese Kennziffer auf 65 Prozent, in der UdSSR - auf 70 Prozent.

Augusto Lopez-Claros, Direktor des Programms für globale Konkurrenz des Weltwirtschaftsforums (WEF), verwies ebenfalls darauf, dass Russland das Potential der Frauen nicht einsetze, wodurch seine Konkurrenzfähigkeit stark gemindert wird.

Laut einer Studie der Genderpolitik, die vom WEF in 59 Ländern der Welt durchgeführt worden ist, nimmt Russland nach der Qualität der Genderpolitik den 31. Platz ein. Nach der Teilnahme der Frauen an der Wirtschaft belegt es den dritten Platz, nach ihren ökonomischen Möglichkeiten - den 10., nach dem Zugang zur Bildung - den 29. und nach der Teilnahme der Frauen an der Politik den 57. Platz unter 59 Ländern.

Auf dem ersten Platz befindet sich im WEF-Rating Schweden. Deutschland belegt dabei den neunten Platz, Lettland den elften, die USA den 17., China den 33. Ganz unten stehen die Türkei und Ägypten.(RIA)