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30-10-2005 Umfrage & Statistik
Jugend von Russland bevorzugt Putin
Die Wählerschaft von Präsident Wladimir Putin ist in den letzten Jahren beträchtlich jünger geworden, berichtet die "Iswestija". Wie eine Studie des Meinungsforschungsinstituts "Obschtschestwennoje Mnenije" (Öffentliche Meinung, russische Abkürzung FOM) ergab, bewerten 74 Prozent der Befragten unter 23 Jahren die Arbeit des Präsidenten als "gut", 54 Prozent sind bereit, für ihn zu stimmen.

Bei einem Durchschnittsrating von 55 Prozent genießt der Präsident die Unterstützung von 60 Prozent der Jugendlichen, wurde vom Meinungsforschungsinstitut WZIOM festgestellt.

Nach Ansicht des FOM-Analytikers Grigori Kertman ist dies damit verbunden, dass die Menschen, die heute ins Erwachsenenleben eintreten, viel mehr damit zufrieden sind als Vertreter der älteren Altersgruppen.

Die Jugend ist pragmatisch, rationalistisch und in gutem Sinne zynisch, deshalb zieht sie einfache politische Konstruktionen vor, meint Wladimir Petuchow, einer der WZIOM-Leiter. Deshalb fühlt sie sich von der Idee angezogen, die Putin ständig unterbreitet: ein Russland aufzubauen, in dem zu leben keine Schande wäre und wo man eine Karriere machen könnte.

"Die Jugendlichen unterstützen Putin in der Tat stärker als die anderen Bevölkerungsschichten", bestätigt Juri Lewada, Chef des analytischen "Lewada-Zentrums". "Sie meinen, dass er energisch und fortschrittlich ist und dass es keine Alternative für ihn gibt."

bei russland.RU
Umfragen und Statistiken – Russland im Zeichen der Demoskopen und Zahlen


Die Jugend ist geneigt, Ideale anzustreben, und die von Putin vorgeschlagenen Ideale der russischen Tradition liegen ihr nah, insbesondere die Idee der Verteidigung der Unabhängigkeit des Landes, äußert Michail Rogoschnikow, Vizedirektor des Instituts für Gesellschaftsprojekte.

Die Liste der Regionen, deren Einwohner Putin am stärksten unterstützen, hat sich ebenfalls verändert. Laut einer FOM-Studie, die mehr als 35 000 Einwohner erfasste, sind die Sympathien für Putin am stärksten (um elf bis 22 Prozent) im Gebiet Kemerowo, in der Region Altai sowie in den Gebieten Nowosibirsk und Omsk (diese Regionen waren vor zwei Jahren mehrheitlich gegen Putin eingestellt) wie auch in Mordowien angestiegen.

Am stärksten (um zehn bis 18 Prozent) verringerte sich Putins Wählerschaft in den Gebieten Murmansk, Tomsk, Wolgograd, Leningrad und Woronesch.(RIA)