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09-03-2006 Umfrage & Statistik
Extremistische Jugendgruppen bedrohen die Sicherheit von Russland
Extremistische Jugendgruppen stellen für die Sicherheit des Landes eine ernste Gefahr dar, sagte der russische Innenminister Raschid Nurgalijew.
Im vergangenen Jahr sind nach seinen Angaben 152 extremistisch motivierte Straftaten registriert worden. Fast alle seien aufgeklärt worden.


Mehr als 5 000 Personen seien prophylaktisch erfasst worden. Den Schwerpunkt extremistischer Straftaten würden Moskau und Sankt Petersburg sowie die Gebiete Rostow, Samara und Woronesch sowie die Republik der Komi darstellen, hat der Minister in einem Interview für die Zeitung Iswestija dargelegt.

Bei weitem nicht alle Verbrechen seien fremdenfeindlich motiviert. In den meisten Fällen ließen sich die Täter von eigennützigen Motiven leiten.



So legte der Minister dar, dass die Ermordung eines Afghanen im Januar 2006 und der Überfall auf einen Türken in Sankt Petersburg Taten eines Aserbaidschaners gewesen seien, der die Beiden ausrauben wollte. Ursprünglich seien die beiden Verbrechen den Skinheads zugeschrieben worden.



Der Minister erinnerte daran, dass im Jahre 2005 aktive Mitglieder der Jugendgruppen Schulz-88 und Mad Crowd verurteilt worden sind. Ihre Mitglieder "verübten

Schwerverbrechen und manifestierten offen, selbst noch im Gerichtssaal, das Gedankengut rassenmäßiger Überlegenheit".

"Es gibt nicht viele Beispiele dieser Art, doch sie existieren. Darum werde ich die Lage nicht schön reden. Probleme im Zusammenhang mit verschiedenen Formen des Extremismus, insbesondere unter Jugendlichen, beunruhigen uns ernsthaft", sagte der Innenminister zum Abschluss. (RIA)