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25-03-2006 Umfrage & Statistik
Russen besorgt über eigene Energiesicherheit
Lediglich vier Prozent der Russen sehen die Energiesicherheit ihres Landes als völlig gewährleistet an. Dies ergab eine Studie des Moskauer Meinungsforschungsinstituts WZIOM. Rund ein Drittel der Befragten beantworteten die Frage, ob die Energiesicherheit gewährleistet sei, mit "eher ja", wobei 46 Prozent eine verneinende Antwort gaben (in Zentral- und in Südrussland waren es 53 bzw. 55 Prozent).

Die größte Gefahr für die nationale Energiesicherheit sehen 40 Prozent der Russen in den wachsenden Preisen für Erdöl, Erdgas und andere Energieträger. 33 Prozent befürchten eine Ausschöpfung der Öl- und Gasreserven, 26 Prozent - Anschläge gegen Gas- und Ölpipelines.

49 Prozent der Interviewten halten die Kontrolle über die einheimischen Energiemonopole für den wichtigsten Faktor der Energiesicherheit. Für die Entwicklung alternativer Energiequellen sprachen sich 34 Prozent aus. 30 Prozent setzten sich für Preise ein, die sowohl den Produzenten als auch den Verbrauchern gerecht werden.

Der von Wladimir Putin angekündigte Kurs auf eine forcierte Entwicklung der russischen Energiewirtschaft entspräche den Interessen der Nation und würde dem Land einen würdigen Platz in der Welt sichern, meinten 49 Prozent. 28 Prozent der Befragten vertraten die Meinung, dass dieser Kurs die Abhängigkeit Russlands vom Weltmarkt der Energie verstärkt und zu einem wirtschaftlichen Rückstand führt.

19 Prozent sprachen sich gegen den Einstieg ausländischen Kapitals in die russische Erdöl- und Erdgassparte und für deren Verstaatlichung aus. 21 Prozent sind für den Abbau der Öl- und Gasexporte.

Im Rahmen der Studie wurden 1599 Personen in 153 Siedlungen von 46 russischen Regionen befragt. Der statistische Fehler lag dabei unter 3,4 Prozent. (RIA)