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11-05-2006 Umfrage & Statistik
Die meisten Russen unterstützen Importstopp gegen georgische und moldawische Weine
Die überwältigende Mehrheit der Russen (71 Prozent) unterstützen das vor rund sechs Wochen verhängte Einfuhrverbot für Weine aus Georgien und Moldawien.
Dies ergab eine Studie des Moskauer Meinungsforschungsinstituts WZIOM.
Den Angaben zufolge haben 42 Prozent der Befragten den Importstopp voll und ganz unterstützt. 29 Prozent befürworteten ihn im Großen und Ganzen.


Als Grund für das Verbot vermuteten 26 Prozent der Befragten den hohen Anteil gepanschter Produkte. 24 Prozent führten es auf den hohen Gehalt an gefährlichen Chemikalien in georgischen und moldawischen Weinen zurück. 22 Prozent nannten die niedrige Qualität der Weine als Grund für das Importverbot. Lediglich 18 Prozent der Russen sehen hinter dem Verbot einen politischen Hintergrund.

56 Prozent der Interviewten gaben an, georgische und moldawische Weine regelmäßig bzw. sporadisch zu konsumieren. 44 Prozent von ihnen stießen nach eigenen Angaben auf gepanschte bzw. minderwertige Weine aus Georgien (51 Prozent bei moldawischen Weinen).

52 Prozent der russischen Weinkonsumenten sind mit der Qualität der georgischen Weine zufrieden (50 Prozent bei moldawischen Weinen).

Im Rahmen der Studie wurden vom 2. bis 5. Mai dieses Jahres 1600 Personen in 153 Siedlungen aus 46 russischen Regionen befragt. Der statistische Fehler lag dabei unter 3,4 Prozent.

Die russischen Behörden hatten am 27. März auf Antrag des Obersten Hygienearztes Gennadi Onischtschenko die Einfuhr von Weinen aus Georgien und Moldawien bis auf weiteres verboten. Grund für den Importstopp waren Verstöße bei georgischen und bei moldawischen Weinprodukten gegen die russischen Lebensmittelvorschriften.

Laut Angaben der von Onischtschenko geleiteten Aufsichtsbehörde für Verbraucherschutz Rospotrebnadsor wurden im Wein gefährliche Pestizide und Schwermetalle entdeckt. Das Einfuhrverbot gelte nicht nur für Wein, sondern auch für Weinbrand und Sekt und bleibe in Kraft, solange die georgischen und die moldawischen Weinproduzenten die entdeckten Mängel nicht beseitigen, hieß es. [ RIA Novosti ]