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19-05-2006 Umfrage & Statistik
Putin ist jedenfalls keine 'hinkende Ende'
Die Popularität von Präsident Wladimir Putin weist 54 Prozent auf. Damit ist er faktisch auf den Stand vor zwei Jahren zurückgekehrt, obgleich sein Rating vor einem Jahr eher zu 40 Prozent tendierte, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Freitag. Unter diesen Umständen kann man den Präsidenten nach Ansicht von Soziologen keinesfalls als eine "hinkende Ente" bezeichnen.

Das Meinungsforschungsinstitut FOM befragte am 13. und 14. Mai 3000 Einwohner aus 200 russischen Orten.

Das Wahlrating Wladimir Putins ist gegenüber einer zehn Tage vorher gemachten Umfrage gleich um vier Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr hatte es zwischen 47 und 49 Prozent geschwankt. Nun geht's wieder aufwärts. Angesichts der mehrfachen Erklärungen Putins, er wolle das Präsidentenamt 2008 quittieren, ist diese Dynamik paradox. Die Ratings seiner potentiellen Nachfolger Dmitri Medwedew und Sergej Iwanow sind dabei mit einem Prozent verschwindend gering.

Die FOM-Umfrage wurde wenige Tage nach der Verlesung der Jahresbotschaft Putins an die Föderalversammlung vorgenommen. FOM-Chef Alexander Oslon führt den schlagartigen Anstieg des Präsidentenratings gerade auf seinen Appell an die politische Elite am 10. Mai zurück.

Nach seinen Angaben ist die Bevölkerung besser über die jüngste Jahresbotschaft Putins an die Elite informiert als in den vorangegangenen Jahren. "Nach den besonders bemerkenswerten und positiven Momenten in der Jahresbotschaft gefragt, nannten 36 Prozent die Demographie", stellt Oslon fest. "Allein schon die Tatsache einer Diskussion zu diesem Thema hat beeindruckt."

Die früheren Reden des Staatschefs vor den Abgeordneten und Senatoren waren vorwiegend für diese selbst sowie für Journalisten wichtig, nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung nahm Notiz davon, fügt er hinzu. "Sie enthielten kein konzentriertes einmaliges Handelsangebot", so Oslon. "In der jüngsten Jahresbotschaft war das doch enthalten und hat große Bevölkerungsmassen sehr beeindruckt." [ RIA Novosti ]