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30-06-2006 Umfrage & Statistik
Umfrage: Russen besorgt über Drogenverbreitung
Für ein sehr gefährliches Problem halten 77 Prozent der Russen die Verbreitung der Drogensucht. Das ist allerdings weniger als im Jahre 2002 (88 Prozent). Laut einer Studie des Analytischen Zentrums von Juri Lewada erregt die Drogenverbreitung vor allem bei Frauen, Menschen über 40 Jahren, Menschen mit Hochschulbildung sowie bei Einwohnern Moskaus, der Föderalen Bezirke Ural und Sibirien tiefe Besorgnis.

Etwa 23 Prozent der Befragten gaben an, unter ihren Familienangehörigen bzw. guten Bekannten gebe es Leute, die Rauschgift ohne ärztliche Vorschrift konsumieren (2003 waren es 15 Prozent). Am häufigsten machten Jugendliche, Leute mit für die russischen Verhältnisse hohem Familieneinkommen (ca. 500 Euro im Monat pro Person), Einwohner von Großstädten und der Föderalen Bezirke Ural, Fernost und Nordwest diese Angaben.

Nur sechs Prozent der Interviewten haben nach eigenem Eingeständnis jemals Drogen konsumiert. Vor drei Jahren waren es fünf Prozent. Das sind in der Regel Jugendliche unter 25 Jahren, Männer (dreimal so viel wie Frauen), Menschen mit relativ hohem Einkommen, Einwohner Moskaus, der Föderalen Bezirke Fernost und Wolga.

Im Rahmen der Studie wurden vom 10. bis 14. Juni dieses Jahres 1600 Personen in 128 Siedlungen von 46 russischen Regionen befragt. Der statistische Fehler lag dabei unter drei Prozent. [ RIA Novosti ]