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15-09-2006 Umfrage & Statistik
Frauen in Russland sollen ab zweitgeborenem Kind Geldprämie erhalten
Zur Steigerung der Geburtsraten bereitet die russische Regierung einen Gesetzentwurf vor, wonach Frauen für jedes zweit-, dritt- oder viertgeborene Kind eine Prämie von umgerechnet fast 7350 Euro erhalten sollen.

Wie der Minister für Gesundheit und soziale Entwicklung, Michail Surabow, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mitteilte, soll die Maßnahme ab Januar in Kraft treten. Die Mütter hätten demnach drei Jahre lang Anspruch auf das Geld, dürften es aber nur zweckgebunden ausgeben: für die Wohnung, die Kindererziehung oder ihren Rentenfonds.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte sich in seiner Rede zur Lage der Nation im Mai besorgt über die demografische Entwicklung in seinem Land gezeigt und angekündigt, dass er dem unter anderem mit höheren Sozialleistungen für Mütter begegnen wolle.

Die Zahl der russsischen Bevölkerung ist seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 stetig zurückgegangen, allein seit 1993 um etwa 5,8 Millionen Einwohner. Im ersten Halbjahr 2006 fiel die Einwohnerzahl im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um weitere 300.000 auf insgesamt 142,4 Millionen Menschen.