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12-04-2005 Umfrage & Statistik
Zwei Drittel der Russen sehnen sich nach der Sowjetunion
Die meisten Russen blicken mit Nostalgie auf die Sowjetunion zurück: 65 Prozent wünschen sich, dass sich die meisten GUS-Länder künftig zu einem gemeinsamen Staat vereinigen. Gegen eine solche Vereinigung sind lediglich 19 Prozent, hauptsächlich Jugendliche (25 Prozent).

Dies ergab eine Studie des Meinungsforschungsinstituts "Obschtschestwennoje mnenie", in deren Rahmen am 2. und 3. April 1500 Personen in 100 Siedlungen aus 44 russischen Regionen interviewt und 600 Einwohner von Moskau schriftlich befragt wurden. Die statistische Fehlerquote liegt unter 3,6 Prozent.

Dennoch steht die Mehrheit der Befragten einer solchen Wiedervereinigung (daran glauben 25 Prozent, während 53 Prozent nicht daran glauben) skeptisch gegenüber und glaubt nicht, dass die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten in ihrer jetzigen Form erhalten bleibt. Lediglich 21 Prozent der Interviewten meinen, dass die GUS unverändert fortbestehen wird. Sechs Prozent sind der Ansicht, dass sich die GUS um neue Mitglieder erweitern wird, während 20 Prozent eine Reduzierung der GUS-Teilnehmer und ebenfalls 20 Prozent einen Zerfall der GUS voraussagen.

Trotz des Skeptizismus hinsichtlich der Zukunft der GUS sind 66 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass sich Russland für die Festigung der Gemeinschaft stark machen muss, wobei zwölf Prozent gegenteiliger Meinung sind.

Hierbei glauben die meisten Russen nicht, dass die GUS vor allem Russland Vorteile bringt. Auf die Frage, welche Staaten am meisten von ihrer GUS-Mitgliedschaft profitieren, nannten 20 Prozent der Befragten Weißrussland, 18 Prozent die Ukraine, zehn Prozent Kasachstan und lediglich sechs Prozent Russland. 23 Prozent vertraten die Meinung, dass alle GUS-Staaten aus ihrer Mitgliedschaft in gleichem Maße profitieren.

Auf die Frage, welche GUS-Staaten von einem Zerfall der GUS am schwersten betroffen würden, nannten 12 Prozent der Befragten die Ukraine, ebensoviel Weißrussland, fünf Prozent Kasachstan und sechs Prozent Russland. 32 Prozent äußerten die Meinung, dass alle GUS-Staaten den gleichen Schaden erleiden würden. (RIA)