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11-11-2006 Umfrage & Statistik
Hungersnot von 1932/1933: Die meisten Ukrainer sehen darin kein Genozid
Mehr als 60 Prozent der ukrainischen Bürger sind der Auffassung, dass die Hungersnot in den Jahren 1932 und 1933 gegen alle Einwohner des Landes, unabhängig von ihrer nationalen Zugehörigkeit, gerichtet war.
Das wurde RIA Novosti am Freitag beim Kiewer Internationalen Institut für Soziologie unter Berufung auf seine jüngste Umfrage mitgeteilt.




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"69 Prozent der Befragten glauben, dass die Hungersnot von 1932 und 1933 durch Handlungen der Behörden und nicht durch Naturverhältnisse hervorgerufen worden war. Die meisten Befragungsteilnehmer vertreten die Ansicht, dass die Hungersnot künstlich organisiert worden war. Der Meinung, bei der Hungersnot handele es sich um ein ethnisches Genozid an den Ukrainern, stimmt nur rund ein Viertel der Befragten zu", hieß es bei der Forschungseinrichtung.

Die Umfrage war vom 08. bis 14. September 2006 unter Beteiligung von 2012 Personen ab 18 Jahre in 24 Gebieten der Ukraine und in der Krim-Autonomie durchgeführt. Der statistische Fehler liegt nicht über drei bis vier Prozent.

Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hatte Anfang November dem Obersten Rat des Landes den Gesetzentwurf "Über die Hungersnot in den Jahren 1932 bis 1933 in der Ukraine" zu einer außerordentlichen Erörterung vorgelegt. In dem Dokumententwurf wird die Hungersnot von 1932 und 1933 in der Ukraine als Genozid gegen die ukrainische Nation qualifiziert. [ RIA Novosti ]