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13-11-2006 Umfrage & Statistik
UN-Bericht - Lebensstandard in Russland geht zurück
Trotz der steigenden Einnahmen aus dem Ölexport ist Russland laut UN-Bericht über menschliche Entwicklung gegenüber dem Vorjahr um drei Positionen auf Platz 65 gesunken, schreibt die Tageszeitung "Nowyje Iswestija" am Montag. Russland liegt damit zwischen Libyen und Mazedonien, allerdings vor allen anderen GUS-Mitgliedsländern.





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Der "Index der menschlichen Entwicklung" ist eine Kennziffer für Lebensstandards, die alle Hauptbereiche wie Gesundheits- und Bildungswesen, Stand der Wirtschaft, Kriminalität und Forschungspotential umfasst. Dabei werden die jeweiligen Kennzahlen aus Studien von UN-Fachinstituten und der Weltbank entnommen und zusammengefasst.

Viele Experten verweisen auf den subjektiven Charakter solcher Kalkulationen, deshalb wird der Index in der Fachliteratur vor allen Dingen unter dem Gesichtspunkt seiner Veränderungsdynamik analysiert.

Gegenüber dem Vorjahr wurde Russland von Rumänien, Mauritius und Bosnien überholt. Zugleich verbesserte sich die Ukraine trotz der politischen Unruhen um eine Position auf Platz 77. Georgien kam sogar drei Ränge höher auf Platz 97.

Wirtschaftsexperten sehen zugleich keinen Widerspruch zwischen dem beachtlichen Wirtschaftswachstum und einem Rückgang des allgemeinen Entwicklungstandes. "Ich kann die Kollegen verstehen, die den Index Russlands herabgesetzt haben", meint Wladislaw Inosemzew, Leiter des Zentrums für Studien der Postindustriellen Gesellschaft. "Denn der Index beinhaltet nicht bloß rein wirtschaftliche Kriterien. Dazu gehören auch das Bildungswesen (dieses wird bei uns immer weniger zugänglich), das Gesundheitswesen (hier haben wir ebenfalls große Probleme) und Forschungseinrichtungen (in diesem Bereich bleiben wir immer weiter zurück). Bei uns wird zwar ein Kurs auf soziale Nationalprojekte und ‚Investitionen in den Menschen' deklariert, man kann aber alles Mögliche deklarieren - was zählt, ist das Resultat." [ RIA Novosti ]