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18-04-2005 Umfrage & Statistik
Ein Drittel von Russlands Bürgern wird bei den Präsidentenwahlen für den von Putin vorgeschlagenen Kandidaten stimmen
30 Prozent der Russen äußern ihre Absicht, bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für den Kandidaten zu stimmen, den der derzeitige Präsident Wladimir Putin vorschlagen wird.

So lauten Angaben des Analytischen Zentrums Juri Lewadas (Lewada-Zentrum).

Weitere 20 Prozent wollen grundsätzlich für einen anderen Bewerber stimmen und 40 Prozent sagen, dass ihre Wahl von den Umständen abhängen werde.

10 Prozent der Befragten würden die Wahl des Präsidenten der Russischen Föderation nicht durch Abstimmung des ganzen Volkes, sondern durch die Staatsduma unterstützen, dagegen sprachen sich 81 Prozent aus.

Die Probanden wurden außerdem befragt, wen von den gegenwärtigen Politikern sie auf dem Posten des Präsidenten der Russischen Föderation sehen möchten, wobei ein ungefährer Personenkreis angegeben wurde. Aus Putins Umgebung nannten die Befragten am häufigsten (13 Prozent) den Vorsitzenden der Staatsduma Boris Gryslow, unter den führenden Linken den Vorsitzenden der KPRF Gennadi Sjuganow (11 Prozent), aus dem "Rodina"-Block seinen Vorsitzenden Dmitri Rogosin (19 Prozent), unter den Liberalen den unabhängigen Abgeordneten der Staatsduma Wladimir Ryschkow (8 Prozent), unter den ehemaligen Ministerpräsidenten den Vorsitzenden der Industrie- und Handelskammer Jewgeni Primakow (10 Prozent) und aus der Kategorie der Gouverneure den Oberbürgermeister von Moskau Juri Luschkow (20 Prozent).

Wie die Umfrage außerdem zeigte, vertreten 23 Prozent der Russen die Meinung, dass 2008 in Russland ein Machtwechsel in der gleichen Weise wie in der Ukraine Ende 2004 geschehen könne, während 62 Prozent das für unmöglich halten. 32 Prozent würden ein Verfahren unterstützen, bei dem die Regierung von der Partei gebildet wird, die bei den Wahlen siegt, 51 Prozent sind gegen ein solches Verfahren.

Diese Angaben wurden bei zwei gesamtrussischen Untersuchungen erhalten, die das Zentrum im März durchführte. In der ersten Monatshälfte wurden 2 100, in der zweiten Monatshälfte 1 600 Personen befragt. (RIA)